MASSNAHMENVORSCHLAG BEIM EXTREMEREIGNIS: PÖPPINGHAUSER RIEGEL

Als „Pöppinghauser Riegel“ wird die hochgelegene Trasse einer stillgelegten Zechenbahn bezeichnet, die im Bereich Recklinghausen/Castrop-Rauxel das Emschertal quert. Durch eine Drosselung des Extremabflusses können in diesem kaum besiedelten Gebiet bis zu 1,9 Mio. m³ weitgehend schadlos zurückgehalten werden.

Der Pöppinghauser Riegel liegt oberhalb des eingedeichten Emscherabschnittes und ist durch geringe bauliche Maßnahmen relativ leicht zu realisieren. Gegebenenfalls kann durch diese Maßnahme ein Großschadensereignis im weiteren Verlauf der Emscher verhindert werden.

Die Fläche ist in der Karte "Mögliche Maßnahme beim Extremereignis Pöppinghauser Riegel" dargestellt. Für eine Machbarkeitsstudie sind folgende Punkte zu bedenken und in einer Detailstudie zu untersuchen:

  • Es ist eine geeignete Drossel notwendig, die in den Bahndurchlass eingebaut werden muss
  • Der Bahndamm muss durch Spundwände gesichert werden
  • Eine Beurteilung der Entlastungssituation für die Unterlieger muss erarbeitet werden
  • Die benötigten Flächen müssen von zukünftiger Bebauung freigehalten werden
  • Die ansässige Bevölkerung ist zu informieren und anzuhören

Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Hochwassersituation und der Verringerung der Hochwassergefährdung im weiteren Verlauf der Emscher bei einem Extremereignis ist diese Maßnahme zu empfehlen.