Kulturraum und Landnutzung

Die vorherrschende Landnutzung im Einzugsgebiet ist die städtische Siedlung, die ca. 48 % der Gesamtfläche einnimmt (www.emscher.nrw.de). Fast die Hälfte davon - 22,6 % der Gesamtfläche - entfallen auf nichtgewerbliche Siedlungsflächen (Gebäude- und Siedlungsfreiflächen). Dieser Wert liegt annähernd 50 % über dem Durchschnitt des Landes NRW, der ja auch bereits über dem Bundesdurchschnitt liegt. Dem gemäß ist auch die Besiedlungsdichte mit einer durchschnittlichen Bevölkerung von 2.800 Einwohnern/km2 im Vergleich zu der mittleren Besiedlungsdichte in Deutschland (230 Einw./km2) außergewöhnlich hoch. Innerhalb des Einzugsgebietes ist Herne die am dichtesten besiedelte Kommune. Weitere Siedlungsschwerpunkte liegen im Bereich der Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen. Insgesamt leben im Emschereinzugsgebiet ca. 2,4 Mio. Menschen. Der Flächenanteil von Industrie- und Gewerbeflächen beträgt ca. 14 %, die Verkehrsflächen tragen mit ca. 12 % zur städtischen Siedlungsfläche bei.

Den zweitgrößten Flächenanteil nehmen die landwirtschaftlichen Ackerflächen mit ca. 18 % ein. Dieser Wert entspricht etwa der Hälfte des Durchschnittswertes in NRW. Die landwirtschaftlichen Flächen befinden sich innerhalb der Freiräume zwischen den Städten sowie an den Rändern des Ballungskerns, vor allem um Waltrop im Nordosten und Oberhausen/Dinslaken im Nordwesten (EMSCHERGENOSSENSCHAFT, 2002). Auch am Nordrand der Ruhrhöhen und des Ardeygebirges (Lössebenen der Hellwegzone) befinden sich ackerbaulich intensiv genutzte Zonen.

Wälder und Grünflächen nehmen insgesamt ca. 12 % der Fläche ein. Auch der Anteil dieser Nutzungsform liegt etwa zur Hälfte unter dem Landesdurchschnitt. Schwerpunkte der Waldflächen liegen in Dortmund, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen/Herten und Bottrop. Andere Nutzungsarten haben nur eine untergeordnete Bedeutung.

Direkt am Gewässer liegt der Anteil an Wohnbebauung, Industrie- und Gewerbeflächen um 50 – 70 % niedriger und der Anteil an nicht bebauten Flächen um rund 30 % höher als im Rest des Einzugsgebietes (www.emscher.nrw.de).