Klima / Niederschläge

Das Einzugsgebiet der Emscher liegt in der maritim beeinflussten nordwestdeutschen Klimaregion. Die ozeanischen Luftmassen führen zu milden Wintern und kühlen Sommern mit geringen mittleren Jahresschwankungen der Lufttemperatur. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 8,5 und 10,5 °C je nach regionaler Lage. Im Südosten des Emschergebietes ist es auf Grund der Höhenlage am kältesten. Am wärmsten ist es in der Emscherniederung im Bereich der städtischen Ballungszentren (Oberhausen, Essen, Bochum).

Die Niederschlagshöhen nehmen von Osten nach Westen hin ab. Regionale Höhenlagen können jedoch zu Abweichungen von dieser Tendenz führen. In der Gegend um Essen Bredeney beispielsweise finden sich - bedingt durch die Ruhrhöhen in Verbindung mit advektiven Wetterlagen - die höchsten Jahresniederschlagssummen des Einzugsgebietes (über 900 mm). Die niedrigsten Jahresniederschlagswerte finden sich im Bereich des Niederrheinischen Tieflandes (ca. 730 mm). Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge liegt bei 798 mm.

Das Einzugsgebiet lässt sich in folgende Niederschlagszonen einteilen:

  • Essen-Bredeney - über 900 mm im Jahresdurchschnitt#
  • Essen - 850 mm bis 900 mm im Jahresdurchschnitt
  • Bereich Dortmund, Bochum, Recklinghausen/Herten, Gelsenkirchen, nördliches Essen - 800 mm bis 850 mm im Jahresdurchschnitt
  • Gladbeck, Bottrop, Oberhausen, Mülheim sowie die Gegend um Waltrop / Castrop-Rauxel / nördliches Dortmund sowie bei Holzwickede – 750 bis 800 mm im Jahresdurchschnitt
  • Dinslaken, Duisburg – 700 mm bis 750 mm im Jahresdurchschnitt

Von der Vielzahl der im Untersuchungsgebiet vorhandenen Niederschlagsmessstellen werden die für den HWAP Emscher bedeutenden in der Anlage "Niederschlag" sowie in der "Übersichtskarte Gelände und Niederschlag" aufgeführt.

Eine Untersuchung der EMSCHERGENOSSENSCHAFT zu hochwasserwirksamen Niederschlagsereignissen im Einzugsgebiet der Emscher befindet sich ebenfalls in der Anlage "Niederschlag". Es zeigt sich, dass sowohl konvektive als auch advektive Niederschlagsereignisse mit vergleichsweise geringen Wiederkehrzeiten zu Hochwasserereignissen in der Emscher führen. Dabei sind Sommerereignisse etwas häufiger als Winterereignisse.