Abbau von Bodenschätzen

In den Städten der Hellweg- und Emscherzone (Dortmund, Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Bottrop, Oberhausen) begann der Abbau der reichen Kohlenlagerstätten des Karbons um 1870, zu einem Zeitpunkt, als die Technik der Tiefbauzeche bereits entwickelt war. Die verkokbare Kohle, die von der sich entwickelnden Stahlindustrie benötigt wurde, lag unter einem knapp 100 m tiefen Deckgebirge aus Mergelgestein. In das Dinslakener Gebiet, hier besonders nach Hiesfeld am Rande des Oberlohbergs, drang der Bergbau Anfang des 20. Jahrhunderts vor. Bis 1910 stieg die jährliche Fördermenge auf 65 Mio. Tonnen Kohle an. Inzwischen befindet sich der Bergbau in der Emscherzone auf dem Rückzug.

Die Auswirkungen des Bergbaus reichen jedoch bis in die Gegenwart. Durch die bergbaubedingten Bodensenkungen von z. T. mehr als 20 m wurden die Uferbereiche häufiger und gewaltiger überflutet. Außerdem trat in den Senkungsbereichen das Grundwasser zu Tage. Deshalb sind heute 38 Prozent des Emschereinzugsgebietes Polderflächen, in denen die gesamte Entwässerung durch technische Maßnahmen (Pumpwerke) gewährleistet werden muss. In einigen Bereichen liegt heute die Gewässersohle über Gelände. Zum Schutz der Poldergebiete wurde die Emscher eingedeicht, was dazu führt, dass heute ein Großteil der einmündenden Nebenläufe der Emscher über Pumpwerke entwässert werden muss.