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Durch den Strukturwandel an Emscher und Lippe verändern sich auch unsere Aufgaben bei der Grundwasserbewirtschaftung. Früher war es die Hauptaufgabe von EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND, die Folgen von Bergsenkungen durch geeignete Regulierungsmaßnahmen auszugleichen. In den Senkungsmulden lag (und liegt) die Erdoberfläche nur knapp oberhalb des Grundwasserspiegels, gelegentlich sogar darunter. Hier muss der Grundwasserspiegel durch unsere Pumpwerke niedrig gehalten werden. Heute ergeben sich eine Reihe weiterer Tätigkeitsbereiche. So kann das Grundwasser beispielsweise durch den Gewässerumbau oder die fortschreitende Sanierung der kommunalen Kanalnetze lokal ansteigen. Dies würde nasse Keller, Gebäudeschäden und im Extremfall sogar Überflutungen bedeuten. Gegenmaßnahmen erfordern integrierte Konzepte, welche die enge Verzahnung von Grundwasserbewirtschaftung, Regenwasserbewirtschaftung und Fremdwassersanierung berücksichtigen. Auch die Trennung von Rein- und Schmutzwasser im Rahmen der Umgestaltung des Emschersystems wirft neue Fragen auf. Über die Beurteilung der direkten Auswirkungen unserer Baumaßnahmen auf die Grundwasserverhältnisse hinaus müssen dabei auch die Wechselwirkung zwischen altlastenbedingter Grundwasserbeschaffenheit und chemischer Gewässerqualität untersucht werden.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband