Flussgebietsmanagement in Europa

Gewässer enden nicht an der nächsten Gemeindegrenze. Wer einen Fluss bewirtschaften will, sollte ihn als Gesamtheit betrachten und darüber hinaus seine enge Verknüpfung mit dem Einzugsgebiet und den Menschen an seinen Ufern berücksichtigen. Bei einer solchen ganzheitlichen Vorgehensweise müssen sämtliche individuellen Einflussgrößen und alle Wassernutzungen eines Flusseinzugsgebiets berücksichtigt werden. Schließlich geht es darum, die vielfältigen Nutzungsansprüche an ein Gewässer miteinander in Einklang zu bringen – dies betrifft die wirtschaftlichen und sozialen Anforderungen der Menschen in der Region ebenso wie die Sicherung einer ökologisch intakten Umwelt.

lins: Die Emscher, rechts: Die Lippe

Mit der Wasserrahmenrichtlinie der EU hat die Gewässerbewirtschaftung einen neuen, europaweit verbindlichen Rahmen erhalten, der ein nachhaltiges und integriertes Flussgebietsmanagement fordert.

An Emscher und Lippe müssen zusätzlich die besonderen Rahmenbedingungen einer Region im Wandel beachtet werden. Hier ist mehr gefordert, als zwei Flussgebiete möglichst professionell zu bewirtschaften. Was in den nächsten Jahrzehnten entstehen wird, sind vielmehr zwei Flussgebiete mit einer völlig veränderten Lebens- und Umweltqualität.

Mehr zum Thema

WRRL – Integrierter Gewässerschutz in Europa

Kernziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie WRRL ist die Schaffung eines „guten Zustandes“ aller Oberflächengewässer und des Grundwassers. Dazu sind Bewirtschaftungspläne unabhängig von Verwaltungsgrenzen zu erstellen.

Zur Website des BMU

Flussgebietspläne für Emscher und Lippe
Die Bewirtschaftungsplanung erfolgt in Nordrhein-Westfalen auf der Basis von regionalen Gewässereinzugsgebieten. Für Emscher und Lippe sind das die aktuellen Flussgebietspläne.

Lesen Sie mehr