Sie befinden sich hier: WasserportalFlussgebietsmanagement

Flüsse – ganzheitlich betrachtet

Ein Fluss ist kein Unternehmen – warum sollte er also Management brauchen? Die Antwort ist einfach: In unseren dicht besiedelten und industriell geprägten Regionen werden an ein Gewässer vielfältige Anforderungen gestellt. Abwässer von Städten, Gewerbe und Industrie müssen bewältigt, der Hochwasserschutz sichergestellt werden. Wir wollen angeln, baden, Boot fahren und vieles mehr. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, benötigt ein Flussgebiet Pflege - Pflege, die nur im abgestimmten Zusammenwirken aller Beteiligten erbracht werden kann. Genau das ist Flussgebietsmanagement: Die Sicherstellung des bestmöglichen Zustands für Mensch und Natur unabhängig von politischen Grenzen. Dabei sind das technische und wirtschaftliche Optimum gleichrangige Ziele unserer Anstrengungen. Der neueste Stand der Technik steht also genauso im Mittelpunkt wie eine kostengünstige Lösung. Flussgebietsmanagement muss bezahlbar bleiben. Dabei scheuen wir keinen Vergleich. Unsere Benchmarkingaktivitäten belegen, dass wir zu den Besten der Branche gehören.

Flussgebietsmanagement – von Anfang an

An Emscher und Lippe hat die zusammenhängende Bewirtschaftung von Flussgebieten eine über hundertjährige Geschichte. Was damals begann, die Betrachtung und Bewirtschaftung eines Flussgebietes als einheitliches Ganzes, ist heute zum europäischen Standard geworden. Eine lange Kette vergeblicher Versuche, ihren widerspenstigen Fluss auf eigene Faust zu bewirtschaften, hat die Menschen der Emscher-Region frühzeitig gelehrt, über Stadtgrenzen und Eigeninteressen hinaus zu kooperieren. Sehr lange blieben alle Einzelinitiativen zum Hochwasserschutz erfolglos. Im Jahr 1899 wurde daher die EMSCHERGENOSSENSCHAFT in einer gemeinsamen Initiative von Anrainerstädten, Bergbau und Industrie als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet. Der LIPPEVERBAND folgte etwa 25 Jahre später, denn auch an Lippe und Seseke hatten Bergsenkungen zu erheblichen Störungen der Vorflut und des Grundwassers geführt. Ständige Überflutungen der umliegenden Gebiete richteten großen Schaden an, stehende Gewässer bildeten den Brutherd für gefährliche Epidemien. Auch hier sorgte ein Plan für das gesamte Flussgebiet nach dem Vorbild der Emscher für eine Lösung des Problems.

Umfassendes Know-how und langjährige Erfahrung machen uns zu einem bewährten Partner und Problemlöser in den Bereichen der Wasserwirtschaft. Als Flussmanager von Emscher und Lippe kümmern wir uns um die folgenden Aufgabengebiete:

Abwasserableitung
Abwasserreinigung
Klärschlammverwertung
Ökologische Gewässerentwicklung
Hochwasserschutz
Regelung des Wasserabflusses
Umgang mit Regenwasser
Grundwasserbewirtschaftung

Mehr zum Thema

Flussgebietsmanagement in Europa

„Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss ...
... es ist erforderlich, eine integrierte Wasserpolitik in der Gemeinschaft zu entwickeln."
(Auszug aus den Erwägungsgründen der europäischen Wasser-rahmenrichtlinie)

Lesen Sie mehr

WRRL – die Europäische Wasserrahmenrichtlinie
Die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft ist am 22.12.2000 in Kraft getreten. Damit fiel der Startschuss für eine integrierte Gewässerschutzpolitik in Europa, die auch über Staats- und Ländergrenzen hinweg eine koordinierte Bewirtschaftung der Gewässer innerhalb der Flusseinzugsgebiete bewirken wird.
Basis dieser Richtlinie ist die konsequente Umsetzung einer ganzheitlichen Betrachtung der Gewässer, vor allem aus ökologischer Sicht.

Lesen Sie mehr