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Sie befinden sich hier: WasserportalEmscher-UmbauDie neue EmscherBlaue Emscher



Auf dem Weg zur blauen Emscher ist eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen. Allein im Bereich der Wasserwirtschaft gilt es, vielfältige Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Nach dem Umbau muss die Bevölkerung mindestens ebenso vor Hochwasser geschützt sein wie bisher. Das Abwasser muss aus den Gewässern in unterirdische Kanäle geleitet und geklärt werden. Hinzu kommen die Bewirtschaftung des Grundwassers und des Regenwassers, die beide für die Versorgung der umgebauten Gewässer mit sauberem Wasser wichtig sind. Alle wasserwirtschaftlichen Aufgabenbereiche müssen zusammenwirken, um die Abflüsse in den umgebauten Gewässern gleichmäßiger zu gestalten. Noch ist es so, dass den Bächen bei starken Niederschlägen zu viel und bei Trockenheit zu wenig Wasser zugeführt wird. Beides verhindert aber, dass sich Pflanzen und Tiere im neuen Lebensraum ansiedeln.

Beim ökologischen Umbau des Emschersystems verfügen wir über umfassendes Know-how und eine Fülle an Erfahrung. Patentrezepte kann es für eine so komplexe Aufgabe jedoch nicht geben. Kaum ein anderer Fluss ist vom Menschen so stark verändert worden wie die Emscher, kaum ein anderer Fluss ist von einer so dicht besiedelten Stadtlandschaft umgeben. Für jeden Flussabschnitt muss also ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt werden, das der Natur möglichst viel Freiraum schafft, ohne dabei die Bedürfnisse der Menschen entlang der Ufer zu vernachlässigen.
Ideal wäre es, wenn der Emscher wieder so viel Raum zur Verfügung stehen würde, dass sie wieder mit der ihr eigenen Dynamik einen weit ausschwingenden Verlauf entwickeln könnte, wie er für Flachlandflüsse typisch ist. In einem solchen aufgeweiteten Profil könnten Auen initiiert werden, die den Abfluss bei Hochwasser verlangsamen. Vor allem im Mittel- und Unterlauf stehen jedoch nur begrenzte Flächen für eine so umfassende Aufweitung des Flussprofils zur Verfügung. Dennoch wird alles dafür getan, einen möglichst großen Freiraum für die Emscher zu schaffen. Ziel ist es, auch in Abschnitten mit begrenztem Raumangebot Verhältnisse zu schaffen, welche die Entwicklung einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ermöglichen.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband