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Der Emscher-Dialog als großes, überregionales Diskussionsforum findet seit 2001 mindestens alle zwei Jahre in unterschiedlichen Emscherstädten statt. Mit derzeit rund 300 Teilnehmern in den vergangenen fünf Jahren hat er sich zu einer festen Größe des Umbauprojekts entwickelt. Unter dem Dach der großen, die gesamte Region umfassenden Dialoge werden einzelne Dialogrunden mit den Städten und den großen Anrainerunternehmen durchgeführt.
Neben der Diskussion mit den Planungsverantwortlichen der Städte und Kommunen sowie weiteren nationalen und internationalen Planern und Fachleuten haben wir von Anfang an großen Wert auf den Dialog mit dem Regionalverband Ruhr gelegt. Die Beteiligung unserer industriellen Mitglieder, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten, der Staatlichen Umweltämter, der Bezirksregierungen und der fachlich berührten Landesministerien öffnet den Blick über den Tellerrand hinaus. Seit 2003 sind auch die Verantwortlichen des Stadtmarketings und der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit beteiligt und seit 2004 werden Künstler und Kulturschaffende verstärkt in den Dialog einbezogen.
Auch die Menschen zwischen Holzwickede und Dinslaken haben am Diskussionsprozess rund um den Emscher-Umbau teilgenommen. Ein Beispiel hierfür ist die Bürgerbeteiligung bei der Umgestaltung einer Emscherbrücke in Dortmund-Mengede. Anwohner brachten Vorstellungen "ihrer" Emscherbrücke in den Entwurf des Castrop-Rauxeler Künstlers Jan Bormann ein. Dazu gehörten beispielsweise die Umgestaltung des Brückengeländers oder die blaue Beleuchtung der Brücke. Die erfolgreiche Umsetzung des Pilotprojektes wurde im August 2004 mit einem großen Brückenfest gefeiert. Über 1.000 Besucher und die positive Medienresonanz zeigten, dass ein von Transparenz und Partizipation geprägter Weg der richtige Ansatz ist, um die Menschen bei der Planung des Neuen Emschertals mit im Boot zu haben.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband