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Die in Dortmund-Ellinghausen und an der Stadtgrenze zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel/Ickern geplanten Hochwasserrückhaltebecken haben mit Flächen von jeweils rund 30 Hektar (vergleichbar 45 Fußballfeldern) ein Speichervolumen von insgesamt etwa 2 Millionen Kubikmetern (vergleichbar 14 Millionen Badewannenfüllungen). Über den Hochwasserschutz für seltene Extremereignisse hinaus sollen die Becken auch kleinere Hochwasserwellen reduzieren, wie sie rund alle fünf Jahre vorkommen. Da die Becken ständig von der Emscher durchflossen werden, können sich alle vorkommenden Hochwasserereignisse in die Becken hinein ausbreiten.


Auf diese Weise stellen die Hochwasserrückhaltebecken nicht nur den Hochwasserschutz sicher, sondern schaffen auch die Voraussetzungen für das Entstehen einzigartiger Naturräume. Zukünftig wird die Emscher aufgrund ihrer Eigendynamik leicht geschwungen durch die Hochwasserrückhaltebecken verlaufen. Die einmündenden Nebenläufe werden über naturnah gestaltete Sohlgleiten an Beckengrund und Emscher angebunden. Mit dem Strom der Bäume wird in den Hochwassertälern eine Ausgangssituation gestaltet. Die weitere Entwicklung wird dagegen auch hier der Natur überlassen. Der Emscher-Weg wird als Betriebsweg um die Hochwasserrückhaltebecken geführt und zusätzlich als Fußgänger- und Radweg in das überörtliche Wegenetz integriert.
Den größten Teil der Zeit werden die Hochwasserrückhaltebecken grüne Täler mit einer sehr feuchten Sohle sein. Nur bei größeren Hochwasserereignissen wird durch quer zur Emscher angeordnete Auslassbauwerke ein Aufstau erzeugt. Für diese Auslassbauwerke und die dazugehörigen Betriebsgebäude wurde im Frühjahr 2006 eine Entwurfswerkstatt mit fünf Planerteams durchgeführt. Die Mitglieder der Empfehlungskommission favorisierten den Entwurf des Teams B.A.S. Kopperschmidt/Moczala Werkgemeinschaft Freiraum und Spiekermann (Beratende Ingenieure). Bei diesem Entwurf liegt das Hauptaugenmerk auf der "Ankündigung eines Wassers" beziehungsweise auf der Inszenierung einer faszinierenden Landschaft, für welche die Auslassbauwerke Portalfunktion haben sollen.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband