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Die Emscherregion wandelt ihr Gesicht. Vor mehr als hundert Jahren wurde aus einer dünn besiedelten Auenlandschaft ein industrieller Ballungsraum, aus der ungebändigten Emscher ein von Menschen geformtes System offener Abwasserläufe. Mit dem Rückgang des Bergbaus hat ein weiterer Strukturwandel begonnen, bei dem die traditionelle Schwerindustrie Dienstleistung und Hochtechnologie weicht. Auch diese Entwicklungen spiegeln sich in einer veränderten Emscher wider.
Das Abwasser wird zukünftig in geschlossenen Kanälen abgeleitet, der Fluss und seine Nebenläufe werden Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umgebaut. Der Umbau eines so großen Fluss-Systems ist ein Generationenprojekt, bei dem es um erheblich mehr als die Verwandlung ehemaliger Meideräume in attraktive Erholungsgebiete geht. Ziel ist die entscheidende Aufwertung des Standorts Emscherregion durch Projekte weit über den Gewässerlauf hinaus. Mit dem Masterplan „Emscher-Zukunft“ haben wir eine Planung vorgelegt, die im kontinuierlichen Dialog mit Anliegerstädten und Kreisen, der Wirtschaft, den zuständigen Behörden sowie vielen weiteren Organisationen und Institutionen entwickelt wurde. Der Emscher-Umbau bietet uns die Jahrhundertchance, einen ungeliebten Fluss wieder zum Leben zu erwecken und gleichzeitig der gesamten Region zwischen Holzwickede und Dinslaken ein neues Gesicht zu geben.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband