Essen macht’s klar – weniger Medikamente im Abwasser

Nach dem erfolgreichen Projekt „Den Spurenstoffen auf der Spur“ in der Stadt Dülmen wird das wichtige Thema Arzneimittelrückstände im Abwasser (sogenannte Spurenstoffe) jetzt in einer Großstadt bearbeitet: Im Juni 2017 starteten die EMSCHERGENOSSENSCHAFT, der Ruhrverband und die Stadt Essen das Kooperationsprojekt „Essen macht’s klar – weniger Medikamente im Abwasser“. Auch hier lautet das Ziel: Wie kann es gelingen, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, die Reste von Arzneien oder abgelaufene Medikamente nicht einfach in der Toilette oder im Abfluss zu entsorgen, sondern über den Hausmüll.

Bildungsmaßnahmen sind ein entscheidender Baustein dafür, das Thema bei möglichst vielen Menschen ins Bewusstsein zu bringen und so zu einer Verhaltensänderung beizutragen. Geplant sind ein Lernmodul für die Ausbildung zum/r pharmazeutisch-technischen Assistenten bzw. Assistentin, ein Lehr-Lernmodul für die Weiterbildung in der Berufspädagogik für Pflegeberufe sowie eine Lehreinheit, die in die Ausbildung zur Altenpflege, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege integriert wird. Darüber hinaus wird es Weiterbildungsmaßnahmen für die breite Bevölkerung und natürlich Angebote für schulische und universitäre Bildung geben.