Immer der Nase nach: Schülerwettbewerb bio-logisch!

„Immer der Nase nach“ – unter dem Motto standen in diesem Jahr die spannenden experimentellen und theoretischen Aufgaben des landesweiten Schülerwettbewerbs „bio-logisch!“. In einer Feierstunde im Bochumer Zeiss Planetarium wurden nun 60 Schülerinnen und Schüler als Preisträger 2017 geehrt. Die erfolgreichen Kinder und Jugendlichen kommen unter anderem aus Datteln, Dortmund und Recklinghausen.

Der beliebte Wettbewerb richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in NRW. Das Ziel von „bio-logisch!“: junge Menschen für Biologie und die Natur zu begeistern sowie Begabungen im Bereich der Naturwissenschaften zu fördern.

Mit verbundenen Augen eine Duftquelle finden, mit Essig und Natron zum Thema Fußschweiß experimentieren, das Geschmacksempfinden bei offener und geschlossener Nase vergleichen – die Aufgaben des Wettbewerbs erforderten wieder vollen Einsatz von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Die Spannweite der Ausarbeitungen reichte dabei von präzise geplanten, exakt durchgeführten und akribisch dokumentierten Versuchen bis hin zu Beiträgen, bei denen es weniger auf die Genauigkeit ankam“, erläutert Anne Petersdorf, Landesbeauftragte des Wettbewerbs, mit einem Augenzwinkern die Vielfalt der eingereichten Arbeiten.

Philosophische Betrachtungen – mit Augenzwinkern

So wurde aus der Beobachtung „die Testpersonen haben die Gegenstände nicht gefunden“ kurzerhand als Ergebnis abgeleitet „die Testpersonen haben eine zu schlechte Nase“. Auch zur Bedeutung des Riechens gab es philosophische Betrachtungen: „Wenn man zu Veranstaltungen geht, wo man Leute trifft, die man zuvor noch nie gesehen hat, sprüht man sich mit Deo ein. Das tut man, damit andere einen sympathisch finden.“ Oder ganz pragmatisch: „An dem Geruch erkennt man, wann man sich waschen muss.“ Die Funktion von Düften im Allgemeinen war ebenfalls Gegenstand gedanklicher Exkurse: „Manche Tiere versprühen auch einen besonderen Geruch zur Fortpflanzung. Dazu nimmt der Mensch Parfüm.“

Die Siegerehrung fand wieder im Zeiss Planetarium Bochum statt. Foto: Kirsten Neumann / Emschergenossenschaft

Im Rahmen einer mehrtägigen Schülerakademie hatten die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs im Vorfeld der Preisverleihung wieder Gelegenheit, in verschiedene naturwissenschaftliche Berufswelten reinzuschnuppern. Auf dem Programm standen neben dem Tierpark Bochum (Schlange streicheln inklusive!) Experimente im Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum (unter echten Laborbedingungen) und ein Besuch der medizinhistorischen Sammlung. Eine Führung durch den Botanischen Garten sowie auf der Kläranlage der EMSCHERGENOSSENSCHAFT in Dinslaken und die Planetariums-Show rundeten die ausgefüllten Tage ab.

2018 geht es weiter

Der Besuch auf der Kläranlage war gleichzeitig schon eine gute Überleitung zum kommenden Wettbewerb. Denn das Thema für 2018 lautet: „Alles klar“ – da geht es also unter anderem um die Abwasserreinigung. Mehr dazu können Sie in einer der nächsten Ausgaben der Fließend Lernen News erfahren.


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