Projekttag Regenwasserbewirtschaftung an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Recklinghausen-Süd

Ja, diese jungen Leute kennen sich definitiv aus! Die 25 EmscherKids der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Recklinghausen-Süd verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz bei Themen rund um das Wasser. Bei Exkursionen an den Phoenix-See und das Pumpwerk Evinger Bach in Dortmund konnten die Siebtklässler in der Vergangenheit bereits ihr Wissen vertiefen und haben es erfolgreich an Grundschülerinnen und -schüler weitergegeben. Seit kurzem kümmern sich die Kids zudem um ihre unmittelbare Schulumgebung, nicht zuletzt motiviert dadurch, dass der renaturierte Hellbach zukünftig an das Schulgelände angrenzt.

Wie sich die Veränderungen vom offenen Abwasserkanal zum renaturierten Bach gestalten, haben die Gesamtschüler eindrucksvoll anhand eines Grafittis dargestellt. Dieses entstand mit Unterstützung des Künstlers Fabian Hörl an der Wand eines der Schulgebäude.

links: Renaturierung als gelungenes Graffiti
rechts: Die Projektgruppe beim Rundgang über den Schulhof.

Beim Projekttag zur Regenwasserbewirtschaftung am 6. April 2011 präsentierten sie das eigene Kunstwerk stolz den Gästen der Emschergenossenschaft, die das Engagement der EmscherKids lobten. Im Mittelpunkt des Rundgangs über das Schulgelände stand an diesem Tag allerdings die Frage nach möglichen, sinnvollen Veränderungen des Schulhofes zur besseren Regenwassernutzung. Auch hier waren die Siebtklässler Feuer und Flamme und diskutierten, moderiert durch die Künstlerin Katja Langer und Klassenlehrerin Heike Edel, verschiedene Ideen. Frau Raasch gab als Fachberaterin der Emschergenossenschaft wertvolle Hinweise und Antworten auf die auftauchenden Fragen. Zum anschließenden ersten Ideenaustausch teilten sich die Jugendlichen in fünf Arbeitsgruppen, die sich jeweils detailliert zu einem ausgesuchten Ort des Schulgeländes Gedanken für eine Umgestaltung aus Sicht der Regenwasserbewirtschaftung machten. Im Fokus waren z.B. mögliche Begrünungen der Dächer, Nutzung von Regenwasser für Toiletten in Gebäuden mit Flachdächern und das Ableiten von Regenwasser über eine offene Rinne in den angrenzenden Hellbach.

Als Ergebnis ihrer Überlegungen und Gruppengespräche zeichneten die Schülerinnen und Schüler Pläne von möglichen Veränderungen und dokumentierten den Ist-Zustand an den in Frage kommenden Stellen durch Texte und Fotos. Mit diesem Material wird nun in den kommenden Monaten gearbeitet werden. Der 14-jährige Serkan berichtet stolz, dass „es ein tolles Gefühl ist, dass unsere Ideen wirklich umgesetzt werden“. „Wir möchten uns bei der Emschergenossenschaft dafür bedanken, dass wir bei den Projekten mitmachen dürfen“, fügt er stellvertretend für die ganze Klasse hinzu.

Einführende Gedanken zum Projekttag an der Tafel

Leider endet das EmscherKids-Projekt für uns nach einem Jahr, denn es ist für meine Schüler eine gewinnbringende Zeit“, resümierte Klassenlehrerin Heike Edel. „Die Kompetenzen, die in dieser Art Projekte erworben werden, sind für die Zukunft so wichtig. Es ist schön zu sehen, wie viel Selbstvertrauen einige durch die gemeinsame Umsetzung ihrer eigenen Ideen getankt haben.“ Für die Pädagogin ist klar, dass sie diese Themen zukünftig durch eine AG fortführen wird. Auch eine Bachpatenschaft am benachbarten Hellbach ist denkbar.

links: So könnte der umgestaltete Teich aussehen
rechts: Nicht überall auf dem Schulhof versickert bisher das Regenwasser

Kontakt

Astrid Keune
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
Tel: (02 01) 104 23 20

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