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Ulrike Pelikan wirkte zufrieden. Die Schulleiterin der Geamtschule Essen-Holsterhausen lobte das Engagement aller Beteiligten der Klimakonferenz „Wir sind die Zukunft“, an der über 100 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe Fünf bis Zehn am 10. Februar 2011 teilnahmen. „Es ist schön zu sehen, wie gut die Jugendlichen mitarbeiten und sich mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen.“ Wer als Beobachter meinte, das konzentrierte Arbeiten und der respektvolle Umgang miteinander seien ungewöhnlich, wurde von Frau Pelikan eines besseren belehrt. „An unserer Schule steht der Schüler im Mittelpunkt. Wir achten auf Mitbestimmung, fördern freie Arbeitsformen und jahrgangsübergreifende Dynamik“, erläuterte die erfahrene Pädagogin das Erfolgsrezept der mehrfach ausgezeichneten Bildungseinrichtung.
„Für die Schülerinnen und Schüler ist das Thema Klimaschutz zwar nicht neu, dennoch wollen wir das Bewusstsein dafür weiter stärken und mit der Klimakonferenz wollen wir einen Meilenstein setzen.“ Dass dieses gelingt, ließ sich schnell erahnen. Professionell und umfangreich vorbereitet waren die verschiedenen Programmpunkte, bei denen die Workshops im Mittelpunkt standen. Aus acht Angeboten konnten die Schülerinnen und Schüler zwei auswählen und sich thematisch näher damit befassen.
Der Workshop „Wir machen unseren Schulhof fit für den Klimawandel“ wurde von der Schülergruppe „Grüne Welle“ in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft angeboten. Die sieben Zehntklässler trafen sich seit Ende 2010 mindestens einmal in der Woche mit ihrer Lehrerin Frau Kuhnert und der Künstlerin Katja Langer, freiwillig und außerhalb der Unterrichtszeiten. Besonders intensiv wurde es in der heißen Phase der Vorbereitung auf die Klimakonferenz. Und die Mühe machte sich bezahlt! 21 Schülerinnen und Schüler nahmen in zwei Durchläufen an der ungewöhnlichen Unterrichtseinheit teil und beschäftigten sich mit dem Thema Regenwasser-versickerung.
Zur Einführung hatte die „Grüne Welle“, die übrigens auch Teil der EmscherKids-Gruppe sind, einige grundlegende Informationen zusammengestellt. Anschaulich wurde es dann für alle Beteiligten beim Rundgang über den Schulhof. Die Nachwuchsexperten zeigten eindrucksvoll, wo eine Versickerung des Regens möglich sein könnte, sowie welche Chancen und Probleme damit verbunden wären. Mit Unterstützung durch Ulrike Raasch von der Emschergenossenschaft erläuterten sie die geplante Umgestaltung und Nutzung des Daches der Toilettenanlage zur Verwendung des Regenwassers. Auch die teilnehmenden Schüler brachten zahlreiche Fragen und Ideen ein. Der Wunsch nach „mehr Grünflächen auf dem Schulhof“ stand dabei im Mittelpunkt.


links: Versickerungstest auf dem Schulhof
rechts: Schüler reflektieren das Gelernte
Wieder zurück im Gebäude stellten die Mitglieder der „Grünen Welle“ anhand einer aufwändigen Präsentation alternative Möglichkeiten für eine klimagerechte Schulhofgestaltung vor, die alle Beteiligten zum Abschluss kreativ auf einem Plakat festhielten.

Alle arbeiten fleißig am Plakat mit.
Mit ihren Ideen zur Schulhofumgestaltung nimmt die „Grüne Welle“ erfolgreich am Focus-Wettbewerb 2011 teil und ist bereits der 2. Runde. Nähere Informationen zum Projekt, bei dem auch Auszubildende und Fachleute aus verschiedenen Abteilungen der Emschergenossenschaft mitwirken, finden Sie auf der Internetseite http://www.gesamtschule-essen-holsterhausen.de/gruenewelle/.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband