Studie zur Bildungsarbeit der Emschergenossenschaft

Das Bochumer Institut „com.X“ hat Mitte November 2011 die Evaluation der Bildungsarbeit der Emschergenossenschaft abgeschlossen. Die Kommunikationsexperten analysierten die seit 2006 durchgeführten Projekte und kamen zu aufschlussreichen Ergebnissen. Die Studie stützt sich auf drei Module. Zum einen gingen alle verfügbaren Daten ein, z.B. zur Intention eines Projektes, zur Zielgruppe, zur Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und zur Medienresonanz. Zum anderen bildeten Intensivinterviews mit Pädagogen, die die verschiedenen Angebote unseres Hauses nutzen, einen wichtigen Baustein. Schließlich sammelte „com.X“ durch Unterrichts- und Veranstaltungsbesuche wichtige Erkenntnisse.

Arbeitskarte zur Verteilung unserer bisherigen Bildungsprojektkontakte im Emschergenossenschaftsgebiet

Nach umfangreicher Auswertung lässt sich feststellen, dass alle Bildungsangebote der Emschergenossenschaft unmittelbar an geltende Lehrpläne anknüpfen. Das gilt insbesondere für die Schulmaterialien „Wasserwelten“ und „Klimawandel – global und lokal“. Die thematische Einbettung in den Umbau des Emschersystems bietet einen idealen Anknüpfungspunkt und mit den Gewässer und Anlagen nahe liegende Anschauungsobjekte. Beteiligte Schüler berichten: „Ich fahre zur Schule immer über die Emscher“ – und fragen: „War das früher wirklich mal ein richtiger Fluss mit klarem Wasser?“. Lehrerinnen und Lehrer schätzen die eingebrachte Fachkompetenz, den Zugang zu Wasserläufen und technischen Anlagen, das Exkursionsangebot sowie die pädagogische Unterstützung durch Kooperationspartner. Ein Pädagoge bringt es stellvertretend auf den Punkt: „Die Emschergenossenschaft öffnet Türen, im wahrsten Sinne.“

Als aufschlussreich erwiesen sich zudem Erkenntnisse zu einzelnen Projekten. Die EmscherKids beschreibt die Evaluation als durchdachtes und zeitgemäßes didaktisches Konzept mit häufig wechselnden Methoden und Formaten, hohem Erlebniswert, motivierenden Highlights, Kennenlernen der Emscherregion sowie Erfahrung von Wertschätzung. Eine betreuende Lehrerin bezeichnet das Projekt als „rundum gelungenes, ganzheitliches Lernen“. Die Möglichkeiten zur praktischen Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden sowie zur Erfahrung der eigenen Lebensumgebung im Emscherraum kennzeichnen eine weitere wichtige Säule der Bildungsarbeit, die Bachpatenschaften. Der direkte Kontakt zur Natur ist für viele Schüler eine neue, wertvolle Erfahrung und stellt für Verantwortliche eine „logische Ergänzung der Lehrpläne dar“.  Als wertvoll sieht die Studie ebenso das Theaterprojekt „Der Wasserschatz“an, besonders aufgrund der emotionalen Nähe zur Wasserthematik, die spielerisch-kreativ realisiert wird. Kritisch merken die Experten allerdings an, dass die sachliche Konkretisierung etwas zu kurz kommt. Hier nehmen die Bildungsexperten der Emschergenossenschaft wichtige Anregungen mit.

Das gilt ebenso für weitere Ideen und Wünsche, die im Rahmen der Bildungsstudie geäußert wurden. Hierzu zählen folgende Statements von Nutzenden: „Ich würde mir wünschen, wir könnten die Schüler mit den Projekten stärker aktiv in die Renaturierung einbinden.“ – „Wünschenswert sind Wasseranalysen auch in der Schule, Beispielsweise mit solchen Kits oder Koffern, wie sie z. T. schon eingesetzt werden oder noch besser durch die Experten der Emschergenossenschaft direkt im Unterricht.“ – „Alles, was Schüler brauchen, haben sie auf dem Handy dabei, dafür müssen wir was machen.“

Unser Haus ist mit den Ergebnissen der Studie sehr zufrieden, sie liefert wichtige Erkenntnisse für den weiteren Weg in der Bildungsarbeit. Der Dank gilt allen, die daran mitgearbeitet haben.

Weitere Projekte, die sich mit dem Thema Bildungslandschaft in unserer Region befassen, sind die Sozialraumanalyse und der Bildungsbericht Ruhr.

Kontakt

Astrid Keune
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
Tel: (02 01) 104 23 20

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Der Schülerwettbewerb richtet sich an einzelne Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in NRW aus allen Schulformen. Das Leitthema des Jahres 2013 ist "Alles fließt".

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