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Die Darstellung der aktuellen Niederschlagssituation erfolgt auf Basis der C-Band-Radardaten des Deutschen Wetterdienstes. Die eingestellten Niederschlagsbilder zeigen Ihnen das Niederschlagsgeschehen der letzten 60 Minuten. Eine Aktualisierung erfolgt automatisch in einem Abstand von wenigen Minuten. Die Farbskala verdeutlicht dabei die Intensität des Niederschlags. Alle Mengenangaben erfolgen in der Einheit mm/h bzw. Liter pro Stunde und Quadratmeter.
Dies ist ein kostenloser Service von EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND. EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit der Informationen und die Funktionsfähigkeit dieses Services. EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND schließen jegliche Haftung für eventuelle Schäden oder sonstige Nachteile, die aus der Nutzung der hier dargestellten Niederschlagsradardaten resultieren können, aus.
Für einen systematischen Hochwasserschutz sind Informationen darüber, wo und wie stark es regnet, sehr wertvoll. Wenn in einem Gewässer bereits hohe Wasserstände erreicht sind, können weitere, starke Niederschläge buchstäblich das "Fass zum Überlaufen" bringen.
EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND nutzen die an den Radarstandorten Essen und Flechtdorf erfassten C-Band-Radarniederschläge des Deutschen Wetterdienstes zur Darstellung der flächenhaften Verteilung des aktuellen Niederschlagsgeschehens. Die Radardaten stehen online zur Verfügung. Die Radarbilder werden dabei laufend aktualisiert. Die Geschwindigkeit, mit der ein Niederschlagsgebiet seine Position verändert, ist direkt ablesbar.
Die Anwendungsmöglichkeiten von Radarniederschlägen in der Wasserwirtschaft sind vielfältig. So können Radarniederschläge zur Steuerung von Kanalnetzen und wasserwirtschaftlichen Anlagen eingesetzt werden. In einem vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Modellversuch haben wir den Einsatz von Radarbeobachtungen zur Steuerung von drei Regenüberlaufbecken im Gebiet der Kläranlage Gelsenkirchen-Picksmühlenbach erprobt. Grundgedanke war dabei, dass in den jeweiligen Einzugsgebieten der Regenbecken unterschiedlich starke Niederschläge fallen und die Becken daher im Verbund mehr Wasser aufnehmen können, als wenn jedes einzeln betrieben würde. Dies setzt eine "intelligente" Steuerung auf der Grundlage einer direkten Wetterbeobachtung voraus.
Inzwischen bilden Radardaten durch Integration in Niederschlag-Abfluss-Modelle einen wichtigen Bestandteil der Hochwasservorhersage von EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND. So wird das aktuelle Niederschlagsgeschehen flächendeckend erfasst und durch Kopplung mit numerischen Wettervorhersagemodellen ist auch eine kurzfristige Vorhersage der Abflussentwicklung möglich. Auf dieser Basis kann eine betriebliche Einschätzung einer Hochwassersituation erfolgen, so dass im Hinblick auf das Überschreiten von Warnschwellen geeignete Maßnahmen getroffen werden können.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Radardaten in der Wasserwirtschaft bestehen beispielsweise in der Optimierung von Messnetzen, dem Einsatz im Hinblick auf die Badegewässerqualität und der Wassermengenwirtschaft.
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