Essen: Neuer Schwarzbach-Kanal: Mehr als 450 Meter liegen bereits

Essen. Gut voran kommt die Emschergenossenschaft bei der Verlegung des neuen Abwasserkanals parallel zum Schwarzbach. Von insgesamt 590 Metern Abwasserkanal wurden im Rahmen des Generationenprojekts Emscher-Umbau aktuell bereits mehr als 450 Meter verlegt.

Das Foto zeigt die Baustelle nahe der Bahngleise in Essen-Kray (Foto: Rupert Oberhäuser / EGLV).

Das Foto zeigt die Baustelle nahe der Bahngleise in Essen-Kray (Foto: Rupert Oberhäuser / EGLV).

Das Projekt in Essen-Kray ist eine der etwa schwierigeren Baustellen der Emschergenossenschaft. Das Gewässer liegt inmitten enger Wohnbebauung und unterquert zudem eine Bahnlinie. Die Untertunnelung der Gleise verlief im vergangenen Sommer jedoch erfolgreich und auch die Rampe Morgensteig wird nach derzeitigem Stand spätestens Mitte April wieder für den Verkehr freigegeben. Danach konzentrieren sich die Arbeiten auf den Bereich an der Hubertstraße.

Nach aktuellem Terminplan wird die Emschergenossenschaft die Verlegung des Schwarzbach-Kanals im Juni 2018 abschließen. Der Kanalbau ist die Voraussetzung für die Abwasserfreiheit und spätere Renaturierung des Gewässers. Die Anwohnerinnen und Anwohner bittet die Emschergenossenschaft um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.