• 2D-Sektoren

    Unterteilung der potenziellen Überflutungsgebiete in Sektoren, die bzgl. Einströmung und Einstauzeitpunkt beschrieben werden.

  • Abflussvolumen

    Summe der im Simulationszeitraum (2D Modellrechnungen) an einem Kontrollquerschnitt durchgeflossenen Wassermenge.

  • Abluftbehandlung

    Die Reinigung der Abluft aus Abwasserkanälen oder anderen wasserwirtschaftlichen Anlagen, um übelriechende oder gesundheitsschädliche Gase weitgehend oder ganz zu entfernen.

  • Abwasser

    Durch häuslichen, gewerblichen, industriellen, landwirtschaftlichen und sonstigen Gebrauch verunreinigtes Wasser. Hierzu gehört auch das aus bebauten Gebieten abfließende Regenwasser.

  • Abwasserableitung

    Der Transport von Abwasser in Kanalnetzen zu den Klärwerken. Zur Abwasserableitung gehört auch der Betrieb von Sonderbauwerken wie Pumpwerken oder Regenwasserrückhaltebecken.

  • Abwasserbehandlung

    Die Reinigung von Abwasser in Kläranlagen durch biologische, chemische und mechanische Verfahren.

  • Abwasserbeseitigung

    Ein Oberbegriff für die Aufgaben Abwasserableitung und Abwasserbehandlung.

  • Abwasserkanal

    Zumeist unterirdisch verlegte Rohre zum Transport von Abwasser zur Kläranlage.

  • Abwasserkanal Emscher

    Unterirdischer Kanal, der parallel zur Emscher verlaufen wird und das bisher im Emscherlauf transportierte Abwasser aufnimmt.

  • Abwasserlauf

    Offener, meist mit Sohlschalen aus Beton versehener Gewässerlauf, der für den Transport von Abwasser genutzt wird.

  • advektiv

    Bezogen auf Niederschläge: ein Niederschlagstyp, der an horizontale Luftbewegungen gebunden ist und sich häufig in Form von Dauerregen darstellt.

  • Akteure

    Handelnde Personen im Kontext der Verfahrens- und Arbeitsanweisungen der EG.

  • Arbeitsanweisung

    Interne Anweisung der EMSCHERGENOSSENSCHAFT.

  • Arbeitsgemeinschaft Neues Emschertal

    Kooperation zwischen EMSCHERGENOSSENSCHAFT (EG) und Regionalverband Ruhr (RVR) für eine nachhaltige Entwicklung der Region rund um die Emscher, das Neue Emschertal. Gegründet im März 2006, Sitz in Essen

  • Auen

    Von wechselndem Hoch- und Niedrigwasser geprägte, häufig überschwemmte Niederung entlang eines Wasserlaufs. Auen stehen als Teil der Flusslandschaft in permanentem Austausch mit dem Fluss und seinem Einzugsgebiet. Oberflächen-strukturen und Lebensraumbedingungen werden vorrangig vom Gewässer bestimmt.

  • Auenlandschaft

    Ein geographisches Gebiet rund um eine Bach- oder Flussaue, welches sich durch unterschiedliche Merkmale von anderen Gebieten abgrenzt, hier besonders durch die Entwicklung typischer Tier- und Pflanzenwelten (beispielsweise Auenwälder). Der Raum wurde in den vergangenen Jahrhunderten stark verändert und der menschlichen Nutzung angepasst. Die Flussaue ist heute ein außerordentlich wichtiger und vielfältig genutzter Raum für den Menschen und seine Tätigkeiten.

  • Ausbaugrad

    Bezeichnung für die Leistungsfähigkeit eines Gewässers/einer Anlage in Bezug auf das abführbare Hochwasserereignis.

  • Auslassbauwerk

    Bauliche Einrichtung, um den geregelten Austritt von Wasser aus Kanälen, Abwasserleitungen und Abwasserdruckleitungen zu ermöglichen.

  • Bachpatenschaft

    Meist ehrenamtliche Unterstützung des nach den Wassergesetzen verantwortlichen Unterhaltungsverpflichteten bei der Aufgabe, das Ökosystem eines Gewässers und seine Uferbereiche in einem naturnahen Zustand zu erhalten oder in einen naturnahen Zustand zurückzuführen. Bachpatenschaften fördern damit u.a. das öffentliche Bewußtsein für die Erhaltung intakter, naturnaher Gewässer. Besonders für junge Bürger eine Möglichkeit, an einem interessanten und nützlichen Projekt aktiv mitzuwirken.

  • Bemessungsabfluss/ Bemessungswassermenge

    (Hochwasser-)Abflussmenge zur Bemessung von Hochwasserschutzanlagen unter Berücksichtigung eines evtl. vorhandenen Freibords.

  • Bemessungsereignis

    Hochwasserereignis einer bestimmten Jährlichkeit (z. B. HW100) zur Bemessung von Hochwasserschutzanlagen.

  • Bemessungsgrenze

    Maximale Belastung einer Anlage entsprechend ihrer Bemessung (z. B. Hochwasserschutzeinrichtung).

  • Benchmarking

    Benchmarking ist ein systematischer und kontinuierlicher Prozess des Vergleichens von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen im eigenen Unternehmen mit den besten Leistungen im Wettbewerb. Zweck ist es, die Leistungslücke zum führenden Unternehmen der Branche systematisch zu schließen.

  • Bergsenkung

    Absenkung der Erdoberfläche als Folge der Bildung unterirdischer Hohlräume durch den Bergbau. Verhindert den Bau unterirdischer Abwasserkanäle.

  • Betriebliches Managementsystem

    Abbildung der Organisationsstruktur der Hauptabteilung Betrieb der EG mit dem Ziel der Qualitätssicherung von betrieblichen Abläufen (BMS)

  • Biogas

    Dem Erdgas vergleichbares, weitgehend aus Methan bestehendes Gas, das durch Vergärung organischer Stoffe (Mais, Gräser, aber auch Klärschlamm oder Abfälle) erzeugt wird. Biogas kann zur Energiegewinnung, zum Heizen oder als Kraftstoff genutzt werden.

  • Biotop

    Einheitlicher, gegen benachbarte Gebiete gut abgegrenzter Lebensraum, in denen bestimmte Tier- und Pflanzenarten in einer Lebensgemeinschaft zusammenleben.

  • Biotopverbund

    Ein Netz verbundener Biotope zur nachhaltigen Sicherung der darin lebenden Tier- und Pflanzenarten einschließlich ihrer Lebensräume sowie der Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger ökologischer Wechselbeziehungen.

  • Blockheizkraftwerk

    Eine Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme, die vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben wird, aber auch Nutzwärme in ein Nahwärmenetz einspeisen kann. Sie setzt dazu das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ein und ist ein besonders effizienter Kraftwerkstyp.

  • Brauchwasser

    Wasser, das vom Menschen genutzt werden kann, ohne dass dafür Trinkwasserqualität erforderlich ist, beispielsweise Regenwasser oder recyceltes Abwasser für die Nutzung in Toiletten oder Waschmaschinen im Privathaushalt bzw. als Betriebswasser für die industrielle Nutzung.

  • Co-Vergärung

    Zugabe von organischen Abfällen bei der Biogasgewinnung aus Klärschlamm.

  • Controlling

    Betriebswirtschaftliche Unterstützung des Managements durch Informationen und Vorschläge für Planung, Steuerung , Kontrolle und Systemgestaltung. Häufig eine eigene Abteilung.

  • Corporate Architecture

    Auf Wiedererkennbarkeit angelegte Gestaltung aller Bauwerke eines Unternehmens oder einer Institution nach einheitlichen Regeln, um ein unverwechselbares Erscheinungsbild im Rahmen des Unternehmenserscheinungsbildes (Corporate Design) zu erreichen.

  • Deichversagen

    Annahme eines vollständigen, plötzlichen Versagens eines Hochwasserdeiches mit Einströmen eines Teils der Abflusswelle in das Gebiet hinter dem Deich.

  • Dienst- und Betriebsanweisungen

    Aus den Arbeitsanleitungen abgeleitete orts- und anlagenbezogene Anweisungen für Mitarbeiter der EG (DuBA).

  • Dokumentenmanagementsystem (DMS)

    System zur Verwaltung von Dokumenten für das Betriebliche Managementsystem (BMS).

  • Eindeichung

    Hochwasserschutz durch Bau von Deichen an den Ufern von Gewässern. Überall dort erforderlich, wo der Wasserspiegel von Gewässern zeitweilig stark ansteigt und das Gewässer nicht ausreichend tief im Einschnitt verläuft, um für einen natürlichen Hochwasserschutz zu sorgen.

  • Einrohrkanal

    Abwasserableitung durch einen einzelnen Abwasserkanal. Ist ein solcher Kanal dauerhaft mit Wasser gefüllt, kann er zur Wartung nicht betreten werden und erfordert ein spezielles Kontroll- und Wartungssystem, wie es für den Emscher-Kanal entwickelt wurde. Siehe Zweirohrkanal, Emscher-Kanal

  • Einstautiefe

    Höhe des Wassers über Gelände in [m] in überfluteten Gebieten.

  • Einstauvolumen/Einstauvolumina

    Im betrachteten Zeitraum einem Überflutungsgebiet zufließende Wassermenge.

  • Einwohnerwert

    Eine Maßeinheit für die Belastung von Abwasser (Schmutzfracht) sowohl durch die Einwohner als auch aus gewerblichen bzw. industriellen Einleitungen (Einwohnergleichwerten).

  • Emscher-Dialog

    Gemäß ihrer über hundertjährigen Praxis der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten setzt die EMSCHERGENOSSENSCHAFT auch beim Emscher-Umbau auf die Konsensfindung im Rahmen des Emscher-Dialogs. Die Plattform wurde im Jahr 2001 gegründet, ihre Diskussionsforen mit derzeit rund 400 Teilnehmern finden jährlich in unterschiedlichen Emscherstädten statt.

  • Emscher-Insel

    Die 34 km lange, aber nur zwischen 2 km und 30 m breite Insel zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal.

  • Emscher-Kanal

    Der Emscher-Kanal ist ein parallel zur Emscher entstehendes, unterirdisches Abwasserkanalsystem. Der 51 km lange Kanal besteht aus Betonröhren, die in einer Tiefe von 5 - 35 Metern verlegt werden und das bisher offen im Fluss abgeleitete Wasser aufnehmen. Das System ist teilweise als Einrohrkanal ausgebaut und teilweise als Zweirohrkanal. Siehe Einrohrkanal, Zweirohrkanal

  • Emscher-Landschaftspark

    Regionalpark im nördlichen Ruhrgebiet, der durch ein regionales Kooperationsprojekt entsteht und ein zusammenhängendes Park-System schaffen soll. Neben vielen Städten beteiligen sich auch das Land NRW, der Regionalverband Ruhr und die EMSCHERGENOSSENSCHAFT an dem Projekt.

  • Emscher-Weg

    Von der Emschergenossenschaft angelegter Radweg, der parallel zur Emscher verläuft und zum Teil die ehemaligen Wirtschaftswege entlang des Gewässers nutzt (106 km). Nicht identisch mit dem Emscher Park Radweg des Regionalverbandes Ruhr.

  • emscher:dialog

    Kommunikationsplattform der EG für den Umbau des Emschersystems.

  • Emschersystem

    Flusssystem, bestehend aus der Emscher und ihren Nebenläufen.

  • Extremereignis

    Extremes Hochwasserereignis oberhalb der Bemessungsgrenzen der Hochwasserschutzanlagen, das nicht beherrscht werden muss, untersucht in verschiedenen Szenarien: HWextrem_ul: Extremes Hochwasserereignis mit angenommener unendlicher Leistungsfähigkeit der Emscher mit ihren Deichen HWextrem: Extremes Hochwasserereignis mit angenommenem Deichversagen am ersten Überlastungsbereich HWextrem_üs: Extremes Hochwasserereignis mit überström­sicherer Ausbildung der Deichkronen in allen Überlastungsbereichen HWextrem_b: Extremes Hochwasserereignis ohne Rückstau­einflüsse durch Brücken

  • Faltblatt

    Achtseitige Informationsbroschüre zu Zielen, Aufgaben und Ergebnissen des HWAP Emscher.

  • Faulgas

    Durch Vergärung von Klärschlamm in den Faultürmen von Kläranlagen entstehendes Biogas. Wird an Ort und Stelle in Blockkraftwerken zur Erzeugung von Strom, Prozess- und Heizwärme genutzt.

  • Feststoffteilchen

    Verunreinigungen im Abwasser, die in der Kläranlage mechanisch oder durch Sedimentation (Absetzen) abgetrennt werden.

  • Fließgewässer

    Fließgewässer fließen im Gegensatz zu stehenden Gewässern bei ausreichender Vorflut durch die Schwerkraft von der Quelle bis zum Meer.

  • Freibord

    Senkrechter Abstand zwischen Wasserspiegel beim Bemessungsereignis und Deichkrone als Reserve für Windstau, Wellenschlag, Eisgang und evtl. Sicherheitszuschlag (vgl. DIN 19712, Flussdeiche).

  • Freiraumentwicklung

    Gestaltung von durch den Emscher-Umbau aufgewerteten Freiräumen, vor allem an den Grünzügen entlang der Emscher.

  • Freiraumverbund

    Durchgängiger Verbund von Grünzügen entlang einer Achse einer Region.

  • Fremdwasser

    Wasser, das aus fremden Quellen einem Schmutzwassernetz bzw. einer Kanalisation zufließt: Infolge von Undichtigkeit des Rohrnetzes eindringendes Grundwasser oder durch fehlerhaft angeschlossene Grundstücksentwässerungen eingeleitetes Wasser oder zufließendes Oberflächenwasser.

  • Gewässerbewertung

    Durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) werden verbindliche Kriterien für die Bewertung von Fließgewässern vorgegeben. Die Gewässer werden dabei in 24 unterschiedliche Typen eingeteilt und dann ihrem Typus entsprechend nach ihrer biologischen Qualität bewertet. Je deutlicher ein Gewässerabschnitt vom Referenzzustand abweicht, desto schlechter ist sein ökologischer Zustand.

  • Gewässerumbau

    (Behutsame) bauliche Veränderung eines überformten Gewässers, um einen besseren ökologischen Zustand zu erreichen. Beispiel Emscher: Nach der Entfernung der Sohlschalen und dem Bau eines Abwasserkanals kann dieses als Abwasserlauf genutzte Gewässer wieder in einen möglichst naturnahen Zustand versetzt werden. Es sucht sich dabei seinen Lauf innerhalb vorgegebener Grenzen selbst, bildet gewässertypische Uferstrukturen aus und wird wieder von seiner charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt besiedelt.

  • Großschadensereignis

    Hier Hochwasserereignis, durch das Leben oder Gesundheit zahlreicher Menschen oder erhebliche Sachwerte gefährdet sind und in dem aufgrund eines erheblichen Koordinierungsbedarfs eine rückwärtige Unterstützung der Einsatzleitung erforderlich ist, die von einer kreisangehörigen Gemeinde/kreisfreien Stadt nicht geleistet werden kann (vgl. FSHG, 1998, §1 Absatz 3).

  • Grundwasser

    Wasser, das aufgrund der Versickerung von Niederschlägen die im Boden und Gestein vorhandenen Hohlräume zusammenhängend ausfüllt.

  • Grünzüge

    Grünflächen oder Parks, die sich entlang von Achsen zeihen, z.B. entlang der Gewässer des Emschersystems.

  • Hochwasser

    Gewässerzustand, bei dem der Wasserstand deutlich über dem normalen Pegelstand liegt.

  • Hochwasseraktionsplan

    Ein Plan für ein Flussgebiet, um Hochwasserschäden vorzubeugen und Schutzmaßnahmen für den akuten Hochwasserfall vorzusehen. Nach einer Vorgabe des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden für alle größeren Gewässer Hochwasseraktionspläne erstellt. Im HWAP Emscher werden die potenziellen Überflutungsgebiete für verschiedene Hochwasserereignisse ermittelt sowie vorhandene Schadenspotenziale und mögliche Schäden aufgezeigt.

  • Hochwasserbereitschaft EG

    1. Stufe der Aktivitäten bei Prognose eines Hochwassers

  • Hochwasserdienst EG

    Organisationsrahmen für Einsätze im Hochwasserfall.

  • Hochwassereinsatz EG

    2. Stufe der Aktivitäten bei Eintreten des Hochwasserfalls.

  • Hochwasserrückhaltebecken

    Stauanlage, deren Hauptzweck die Regulierung der Abflussmenge eines Fließgewässers bei Hochwasser ist.

  • Hochwasserschutz

    Schutz von Bevölkerung und Sachwerten vor Überschwemmungen durch Hochwasser. Für den Hochwasserschutz werden technische Maßnahmen wie Deiche, Rückhaltebecken oder Retentionszonen sowie eine organisatorische Infrastruktur eingesetzt.

  • Integrationsbereich

    Flächen für stützende und ergänzende Maßnahmen rund um einen Kernbereich. Beispiel Emscher: An die Gewässer der Emscherregion unmittelbar angrenzender Bereich, der durch den Emscher-Umbau neue Impulse erhält. Die hier zu bewältigenden städte- und landschaftsplanerischen Aufgaben werden von der Emschergenossenschaft gemeinsam mit regionalen Planungspartnern bearbeitet.

  • Ist-Zustand

    Begriff verwendet für das Hydraulikmodell; die Abbildung des Gewässerverlaufs der Emscher mit Deichhöhen und Bauwerken entspricht i. W. dem Zustand Mitte der 90er-Jahre; die Emscher oberhalb Landwehrbach bis Kläranlage Dortmund-Deusen wurde 2000 neu vermessen.

  • Jährlichkeit

    Eintretenshäufigkeit; z. B. HW100: ein Hochwasser, das statistisch im Mittel einmal in 100 Jahren auftritt

  • Kanalisation

    Anlage zur Sammlung und Ableitung von Abwasser, Regen- und Schmelzwasser durch unterirdische Kanäle.

  • Kennzahl

    Zahl, die Aussagen über die Struktur oder die Leistung eines Unternehmens/ eines Verbandes ermöglicht. Kennzahlen werden häufig in Prozenten angegeben, können aber auch Absolutwerte sein.

  • Kernbereich

    Zentraler Bereich eines Vorhabens oder einer Aufgabe. Beispiel Emscher: Die Wasserläufe des Emschersystems umfassender Bereich, in dem Aufgaben von der Emschergenossenschaft allein bearbeitet werden.

  • Kläranlage

    Anlage zur Reinigung von Abwasser, das von der Kanalisation gesammelt und zur Anlage transportiert wurde.

  • Klärschlamm

    Mischung aus Wasser und Feststoffen (mineralische oder organische Stoffe), die bei der Abwasserreinigung anfallen.

  • Klärschlammbehandlung

    Gesamtheit der Maßnahmen für die Stabilisierung und Vorbereitung des Klärschlamms zur Entsorgung, da der bei der Abwasserreinigung anfallende Klärschlamm (Rohschlamm) biologisch aktiv ist und sehr schnell in stinkende Fäulnis übergeht. Um eine Schlammstabilisierung zu erreichen, hat sich in kommunalen Kläranlagen die anaerobe Behandlung des Klärschlamms in Faulbehältern bewährt, wodurch der organische Anteil der Schlämme deutlich reduziert wird.

  • Klärwerk/-anlage

    Anlage zur Reinigung von Abwasser, das von der Kanalisation gesammelt und zur Anlage transportiert wurde.

  • Komplementärbereich (Masterplan Emscher-Zukunft)

    Nach dem Kernbereich und dem Integrationsbereich der Bereich im weiteren Umfeld der Wasserläufe des Emschersystems, in dem die Impulse des Emscher-Umbaus weitgehend von regionalen Partnern aufgenommen und umgesetzz werden.

  • konvektiv

    Bezogen auf Niederschläge: ein Niederschlagstyp, der an vertikale (aufsteigende) Luftbewegungen gebunden ist und sich häufig in Form von Schauerregen darstellt.

  • Kreislauf des Wassers

    Zirkulation des Wassers auf regionaler wie globaler Ebene. Wasser verdunstet (überwiegend) aus dem Meer, bildet Wolken und gelangt als Regen auf die Erdoberfläche. Hier fließt es durch die Gewässer wieder ins Meer zurück, wenn es nicht zeitweilig im Grundwasser bzw. in Gletschern gespeichert oder vom Menschen genutzt wird. Die Gesamtmenge des Wassers auf der Erde bleibt dabei weitgehend gleich, es befindet sich nur an wechselnden Orten und in wechselnden Aggregatzuständen. Siehe Wasserkreislauf

  • Kulturhauptstadt 2010

    Jährlich werden vom EU-Rat ein bis mehrere Städte zur europäischen Kultur(haupt)stadt ernannt, um die europäische Integration zu stärken. Neben der deutschen Stadt Essen und dem Ruhrgebiet sind das in 2010 auch die ungarische Stadt Pécs und die türkische Metropole Istanbul.

  • Lenkungskreis Hochwasser (EG/LV)

    Arbeitskreis von Mitarbeitern von EG und LV, die die Hochwasserschutzstrategie bei EG und LV erarbeitet haben und die kontinuierliche Umsetzung der Hochwasser-Aktivitätenliste bearbeiten.

  • Maßnahmenplan

    Aufstellung von z.B. im Rahmen eines Benchmarkings identifizierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Unternehmenbzw. in der Einrichtung oder dem Verband, in der Regel mit Hinweisen zu Kosten und Zeitplan.

  • Masterplan "Emscher-Zukunft"

    Planungswerkzeug zur Schaffung des Neuen Emschertals, das Rahmenvorgaben für alle Maßnahmen im Kernbereich, Integrationsbereich und Komplementärbereich macht. Der Masterplan basiert auf dem im Emscher-Dialog erarbeiteten Konsens über die zukünftige Entwicklung der Region.

  • Membranverfahren

    Verfahren zur Trennung von flüssigen und gasförmigen Gemischen mit Hilfe von Membranen. Dabei wird ein Gas- oder Flüssigkeitsstrom mit Druck an der Membran vorbeigeführt, wobei ein Teil der Komponenten die Membran zu durchdringen vermag. Wird hauptsächlich zur Aufbereitung von Wasser, Abwasser oder Prozesswasser verwendet.

  • Metermengenwert

    Die behandelte Jahresabwassermenge bezogen auf die Rohrnetzlänge im Entsorgungsgebiet.

  • Modell-Kilometer

    Angabe der Entfernung zur Mündung der Emscher in den Rhein entsprechend der Darstellung der Emscher im hydraulischen Modell.

  • Nachhaltigkeit

    Die Nutzung eines erneuerbaren Systems in einer Weise, die ermöglicht, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann.

  • Naturnaher Gewässerumbau

    Die Schaffung eines Gewässerzustands, der sich dem natürlichen Zustand so weit wie möglich annähert. So werden beispielsweise Sohlschalen aus Beton entfernt und dem Gewässer möglichst viel Raum zur Entwicklung natürlicher Uferformen zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zur vollständigen Renaturierung können dem naturnahen Gewässerumbau aber durch umgebende Architektur oder Hochwasserschutzmaßnahmen Grenzen gesetzt sein.

  • Naturnahes Gewässer

    Ein Gewässer mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt sowie einer typischen Uferstruktur. Bei einem Flachlandfluss wie z.B. der Emscher bedeutet dies einen gewundenen Verlauf mit steilen Prallhängen und flachen Gleithängen sowie häufig überfluteten Auen.

  • Neues Emschertal

    Der Emscherraum von der Quelle in Holzwickede bis zur Mündung in Dinslaken. Das Neue Emschertal umfasst die Emscher und ihre Nebenläufe sowie Räume, in die der Emscher-Umbau ausstrahlt und in denen freiräumliche und städtebauliche Impulse aufgegriffen werden.

  • Niederschlagswasser

    Regenwasser, das auf der Oberfläche in ein Entwässerungssystem oder einen Vorfluter abfließt.

  • Oberflächenwasser

    Wasser, das sich offen und ungebunden auf der Erdoberfläche befindet.

  • Öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaft

    In Deutschland wird die Wasserwirtschaft überwiegend von öffentlichen Unternehmen und Einrichtungen getragen. Mehr als zwei Drittel der Trinkwasser- und mehr als 90 Prozent der Abwasserbetriebe sind öffentlich-rechtlich organisiert. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und trägt durch hohe Leistungsqualität und vergleichsweise geringe Gebühren zur Daseinsvorsorge der Bürger bei.

  • Ökologie

    Eine wissenschaftliche Teildisziplin der Biologie, die sich mit den Wechselbeziehungen der Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt beschäftigt.

  • Ökologischer Umbau

    Die Schaffung eines Gewässerzustands, der sich dem natürlichen Zustand so weit wie möglich annähert. So werden beispielsweise Sohlschalen aus Beton entfernt und dem Gewässer möglichst viel Raum zur Entwicklung natürlicher Uferformen zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zur vollständigen Renaturierung können dem naturnahen Gewässerumbau aber durch umgebende Architektur oder Hochwasserschutzmaßnahmen Grenzen gesetzt sein.

  • Planungsverfahren

    Ein geregeltes Vorgehen, um die rechtlichen Voraussetzungen für ein Infrastrukturprojekt zu schaffen. Zunächst wird in einem Raumordnungsverfahren festgestellt, ob das Projekt mit den Zielen der Raumordnung und Landesplanung vereinbar ist. Es folgt das Planfeststellungsverfahren, das im positiven Fall mit einem Planfeststellungsbeschluss endet. Auf dieser Basis kann mit dem Bau begonnen werden.

  • Polder

    Einzugsgebiet ohne natürlichen Oberflächenabfluss zu einem Gebietsausgang; auch künstlich entwässertes Gebiet.

  • Poldergebiet

    Ein unterhalb des Grundwasserspiegels gelegenes Gebiet, das durch Abpumpen des Wassers mit Hilfe von Pumpwerken trocken gehalten werden muss.

  • Potenzielles Überflutungsgebiet

    Hinter Hochwasserschutzeinrichtungen liegendes Gelände (Polderfläche), das beim Versagen oder Überströmen von Hochwasserschutzeinrichtungen überflutet wird (vgl. NRW-Arbeitsgruppe Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten, 2001).

  • Pumpwerk

    Wasserwirtschaftliche Anlage, die überall dort benötigt wird, wo Wasser nicht durch die Schwerkraft in die gewünschte Richtung abfließt. Beispiele sind Gewässerpumpwerke, Abwasserpumpwerke oder Hochwasserpumpwerke.

  • Rauheit

    Maß für die Beschaffenheit einer Oberfläche (z. B. Gewässersohle); hat Auswirkung auf das Strömungsverhalten/Fließgeschwindigkeiten.

  • Regenwasser

    Niederschlagswasser, das auf der Oberfläche in ein Entwässerungssystem oder einen Vorfluter abfließt.

  • Regenwasserprojekte

    Projekte, in denen ein natürlicher Umgang mit Regenwasser erprobt wird. Das Regenwasser wird dabei nicht mehr in die Kanalisation abgeleitet, sondern kann an Ort und Stelle natürlich versickern oder wird in ein benachbartes Gewässer geleitet.

  • Regenwasserversickerung

    Im Gegensatz zur Ableitung in einen Kanal versickert Regenwasser hier im Boden und kommt auf diese Weise dem Grundwasser zugute.

  • Retentionsräume

    Flächen, die bei Hochwasser ohne Gefährdung der Bevölkerung oder erhebliche Sachschäden überflutet werden können. Die Rückhaltung großer Wassermengen verringert so die Scheitelhöhe des Hochwassers. Siehe Rückhalteflächen

  • Rückhalteflächen

    Flächen, die bei Hochwasser ohne Gefährdung der Bevölkerung oder erhebliche Sachschäden überflutet werden können. Die Rückhaltung großer Wassermengen verringert so die Scheitelhöhe des Hochwassers. Siehe Retentionsflächen

  • Schaden, Schadenspotenzial

    hier synonym verwendet als der durch ein Hochwasserereignis auftretende Wertverlust an Gebäuden, Infrastruktureinrichtungen und Flächen (abh. von Siedlungsdichte, Nutzung und Einstautiefe). Wenn man davon ausgeht, dass ein dargestelltes Überflutungsszenario wirklich eintrifft, entsteht ein realer Schaden, der einen bestimmten Teil des potenziellen Schadens umfasst. In diesem Sinne wird hier von Schaden bzw. Schäden gesprochen, obwohl die dargestellten Szenarien noch nicht eingetreten sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht eintreten werden.

  • Scheitelabfluss

    Maximaler Abfluss beim Durchlauf einer Hochwasserwelle in einem Gewässer.

  • Schmutzwasser

    Durch Gebrauch verunreinigtes Wasser.

  • Schneckenpumpwerk

    Hebeanlage für Abwasser und Schlamm, in Kläranlagen gebräuchliche Pumpwerksbauart. In einem geneigten, halbzylindrischen Trog aus Beton, dessen unteres Ende in den Saugsumpf taucht und dessen oberes Ende über den druckseitigen Flüssigkeitspegel reicht, rotiert langsam eine archimedische Schraube aus Blech. Die bei jeder Umdrehung erfasste Flüssigkeitsmenge wird entlang der Wendelfläche in den oberen Behälter gehoben.

  • Schutzgrad

    ähnlich Ausbaugrad, aber mit Bezug auf zu schützende Güter hinter Hochwasserschutzeinrichtungen.

  • Siedlungswasseraue

    Aue, bei der die regelmäßige Überflutung nicht durch Gewässer, sondern durch Regenwasser aus benachbarten Siedlungen oder Klarwasser aus Kläranlagen erfolgt. Zusätzliches Element, um die ökologische Vielfalt einer Region zu erhöhen.

  • Stadtentwicklung

    Steuerung der Gesamtentwicklung der Stadt, die neben der Planung der baulich-räumlichen Entwicklung (Stadtplanung) auch die gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung umfasst.

  • Station, Stationierung

    historisch festgelegte Unterteilung der Emscher, welche aufgrund der vorhandenen Fehlstation durch die Verlegung des Emscherunterlaufes nicht mehr der wahren Fließ­länge entspricht.

  • Strom der Bäume (Masterplan Emscherzukunft)

    Durchgängiges Element bei der Neugestaltung des Emscherlaufs. Das Gewässer wird je nach zur Verfügung stehendem Raum von Baumreihen oder Gehölzen begleitet, die regelmäßig zur Schaffung von Durchblicken durchbrochen werden. Parallel zum Strom des Wassers entsteht auf diese Weise ein ebenso linearer Strom der Bäume.

  • Trinkwasser

    Süßwasser mit einem so hohen Reinheitsgrad, dass es für den menschlichen Gebrauch, insbesondere zum Trinken und zur Zubereitung von Speißen, geeignet ist.

  • Trockenwetterzufluss

    Zufluss einer Kläranlage, der weder durch Regenereignisse noch Tauwetter beeinflusst ist.

  • Überflutungsgebiet

    Gebiet zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern sowie sonstiges Gebiet, das bei Hochwasser überschwemmt oderdurchflossen oder das für Hochwasserentlastung oder Rückhaltung beansprucht wird (NRW-Arbeitsgruppe, 2001).

  • Überströmungssicherung

    Erosionssicherung eines Deich in der Form, dass ein Deichversagen bei Überflutung des Deiches verhindert wird.

  • Umbau Emscher­system

    Konzept zur ökologischen Verbesserung der Emscher und ihrer Nebenläufe (wesentlich ist die Trennung von Abwasser und Niederschlagswasser).

  • Verfahrensanweisung

    Interne Anweisung der EMSCHERGENOSSENSCHAFT.

  • Versiegelungsgrad

    Anteil der Fläche einer Region, die durch Gebäude, Verkehrsflächen etc. nicht mehr für die natürliche Versickerung von Regenwasser zur Verfügung stehen.

  • Vollzeitäquivalent

    Vergleichswert, der im Personalmanagement zur Anwendung kommt. Ein VZÄ drückt den Zeitwert an Arbeitskraft aus, den eine vollzeitbeschäftigte Person erbringt. Um die zeitliche Arbeitsleistung bei unterschiedlichem Beschäftigungsgrad auszudrücken, gelangt der VZÄ zur Anwendung. Zwei Beschäftigte mit 50 Prozent Beschäftigungsgrad ergeben ein VZÄ.

  • Vorbehandlung

    Reinigung von Abwässern, bevor sie in die Kanalisation geleitet werden. Üblich vor allem bei besonders belasteten Industrieabwässern, aber auch bei Regenwasser.

  • Warnschild

    In diesem Zusammenhang ein Schild, das vor der Gefahr des Sturzes in einen offenen Abwasserlauf warnt. Wurde von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT gemeinsam mit Kindern entwickelt, um ein speziell auf diese besonders gefährdete Gruppe ausgerichtetes Schild zu gestalten.

  • Wasserkreislauf

    Zirkulation des Wassers auf regionaler wie globaler Ebene. Wasser verdunstet (überwiegend) aus dem Meer, bildet Wolken und gelangt als Regen auf die Erdoberfläche. Hier fließt es durch die Gewässer wieder ins Meer zurück, wenn es nicht zeitweilig im Grundwasser bzw. in Gletschern gespeichert oder vom Menschen genutzt wird. Die Gesamtmenge des Wassers auf der Erde bleibt dabei weitgehend gleich, es befindet sich nur an wechselnden Orten und in wechselnden Aggregatzuständen. Siehe Kreislauf des Wassers

  • Wasserqualität

    Einteilung der Gewässergüte anhand von Indikatororganismen (Saprobien) in fünf Güteklassen von I (unbelastet) bis V (ökologisch zerstört). Das Einstufungssystem ist in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie verankert.

  • Wasserressourcen

    Wasser, das für eine spezifische Nutzung in hinreichender Menge und Qualität an einem bestimmten Ort für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung steht oder verfügbar gemacht werden kann.

  • Wasserspiegellage, Wasserspiegel

    Höhe der Wasseroberfläche an einer bestimmten Stelle zu einer bestimmten Zeit (abhängig vom Abfluss).

  • Wasserverschmutzung

    Verunreinigung von Wasser durch die Einleitung kommunaler oder industrieller Abwässer.

  • Wasserwirtschaft

    Nach DIN 4049 die zielbewusste Ordnung aller menschlichen Einwirkungen auf das ober- und unterirdische Wasser. Die Gewässer sind nach § 1a Wasserhaushaltsgesetz (WHG) so zu bewirtschaften, dass sie dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dienen und dass jede vermeidbare Beeinträchtigung unterbleibt.

  • Werkstatt Neues Emschertal

    Im Jahr 2005 gegründetes Dialoginstrument, in dem die Emschergenossenschaft bei der Gestaltung des Neuen Emschertals mit dem Regionalverband Ruhr, kommunalen Vertretern und Experten unterschiedlichster Disziplinen zusammenarbeitet.

  • Wirtschaftsweg

    Weg entlang der Gewässer des Emschersystems. Ursprünglich ausschließlich für die Gewässerpflege gedacht, werden sie im Zuge des Emscher-Umbaus zunehmend in öffentliche Fuß- und Radwege umgewandelt.

  • Zweirohrkanal

    Abwasserableitung durch ein System mit zwei parallelen Abwasserkanälen. Bei Störungen wird das Abwasser ausschließlich durch den nicht betroffenen Kanal geleitet, so dass der andere Kanal zur Inspektion und Wartung betreten werden kann. Siehe Einrohrkanal, Emscher-Kanal