NRW-Minister Voigtsberger besuchte den BernePark in Ebel

12.04.12

Emschergenossenschaft gestaltete frühere Kläranlage Bernemündung unter anderem mit Landesmitteln um

Bottrop. Der nordrhein-westfälische Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Harry K. Voigtsberger, hat am Donnerstag den BernePark im Bottroper Stadtteil Ebel besucht. Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Oberbürgermeister Bernd Tischler empfingen den Minister auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks Bernemündung. Die 1997 still gelegte Anlage wurde vor zwei Jahren von der Emschergenossenschaft zum BernePark, einem Bürgerpark, umgebaut. Die Maßnahme kostete damals rund fünf Millionen Euro, finanziert wurde sie unter anderem vom Land Nordrhein-Westfalen.



Für Harry K. Voigtsberger war es der erste Besuch im BernePark. Für den Minister und für alle anderen war auch heute noch gut erkennbar, was einst zwei Klärbecken mit Durchmessern von 73 Metern waren: Das eine ist heute noch mit Wasser gefüllt – allerdings nicht mehr mit Abwasser, sondern mit sauberem Nass.

Das andere Becken dagegen wurde komplett trocken gelegt und ist heute d e r  Blickfang schlechthin im neuen BernePark: Nach Entwürfen des niederländischen Künstlers Piet Oudolf wurde ein mit mehr als 20.000 Stauden und Gräsern begrünter und begehbarer „Senkgarten“ errichtet, der in seiner Wirkung einem Amphitheater ähnelt – und mittlerweile viele Besucher zum Verweilen einlädt. Aus dem einstigen Meideraum, der Emscherzone, ist längst ein Platz zum Verweilen geworden. Der BernePark in Ebel ist ein wichtiges Portal auf der Emscher-Insel, die sich über 34 Kilometer entlang von Oberhausen bis nach Castrop-Rauxel erstreckt.



Früher eine Kläranlage
Die Kläranlage Bernemündung wurde in den 1950er-Jahren errichtet. Bei ihrer Inbetriebnahme war sie eine der modernsten in Deutschland. Als in den 90er-Jahren im Zuge des Emscher-Umbaus die neue Großkläranlage Bottrop in der Welheimer Mark gebaut wurde, hatte das alte Klärwerk in Ebel ausgedient. 1997 wurde es stillgelegt – und verweilte seitdem im Dornröschenschlaf, bis es 2010 von der Emschergenossenschaft wieder wachgeküsst wurde.

Rund fünf Millionen Euro wurden in den Umbau zum BernePark investiert, gefördert wurde das Projekt vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr.



Für die Stadt Bottrop bedeutet die Umgestaltung der denkmalgeschützten Kläranlage Bernemündung zum BernePark ein deutliches Plus. Der neu gestaltete Park ist nicht nur eine Aufwertung für die Wohnqualität im Stadtteil Ebel. Der künstlerische Anspruch dieser Anlage zieht zudem Besucher aus dem ganzen Stadtgebiet an. Mit dem gastronomischen Konzept im ehemaligen Maschinenhaus weckt der BernePark auch überregionales Interesse.