Oberhausen: Läppkes Mühlenbach: Kanal liegt unter der Erde

Oberhausen. Gute Nachrichten von der Baustelle der Emschergenossenschaft – für ihren neuen unterirdischen Abwasserkanal in Oberhausen-Osterfeld haben die Flussmanager mittlerweile nun alle Rohre unter die Erde gebracht! Aktuell wird aber noch an den Anschlusskanälen sowie am Ausbau der Schachtbauwerke gebaut.

Rund 400 Meter Rohre mit einem Innendurchmesser von 2,60 Meter wurden von der Emschergenossenschaft in den vergangenen Monaten im unterirdischen Vortrieb verlegt. Dabei wurden zwei Bahnstrecken ohne Komplikationen unterquert. Verzögerungen ergaben sich zu Beginn der Baumaßnahme im vergangenen Jahr aufgrund von zahlreichen Kampfmittelsondierungen.

Aktuell werden die Anschlusskanäle mit Innendurchmessern von 1,20 und 2,00 Meter in offener Bauweise verlegt sowie die Schachtbauwerke an sich ausgebaut.

Über den weiteren Bauverlauf wird die Emschergenossenschaft fortlaufend informieren. Denn erst, wenn auch die Anschlusskanäle fertig gestellt sind, kann der Kanal der Emschergenossenschaft in Betrieb genommen werden – und der Läppkes Mühlenbach als Gewässer vom Abwasser befreit und renaturiert werden.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.