Datteln: Bauzeitverlängerung wegen falsch verzeichneter Leitungen

Datteln. Der Bau des Abwasserkanals Dümmerbach am Hagemer Kirchweg verzögert sich, weil während der Arbeiten entdeckt wurde, dass zwei kreuzende Fernwärmeleitungen in den Plänen falsch eingezeichnet sind.

Die Baustelle des Lippeverbandes für den geschlossenen Abwasserkanal am Dümmerbach kreuzt den Hagemer Kirchweg in der Nähe des großen Hochwasserrückhaltebeckens. Um die Arbeiten zu ermöglichen, ist die Straße dort halbseitig gesperrt. Die verbleibende Fahrbahn wurde ein Stück auf den Bürgersteig verschwenkt und ist durch eine Baustellenampel geregelt.

Eigentlich sollte diese Bauphase nur wenige Wochen dauern und schon im Januar wieder beendet sein. Doch stellte sich während der Arbeiten heraus: Zwei dicke Fernwärmeleitungen, die dort unterirdisch kreuzen, liegen tiefer als in den Bestandsplänen eingezeichnet und würden mit dem Kanal auf einer Höhe zusammenstoßen. Somit bleibt nichts anderes übrig, als die Leitungen zu verlegen. Damit wird in Kürze begonnen. Einschließlich aller Nebenarbeiten, dem Bau des fehlenden Kanalstücks und der Wiederherstellung der Straße wird aber erst für Ende März mit dem Abschluss der Baustelle am Hagemer Kirchweg gerechnet.

Der Lippeverband bittet um Verständnis für Verzögerungen durch unvorhergesehene Änderungen im Bauablauf.

Hintergrund Dümmerbach
Mit dem Bau des Kanals am Dümmerbach entsteht der letzte geschlossene Abwasserkanal im gesamten Dattelner Mühlenbach-System – Voraussetzung dafür, dass Mühlenbach und Dümmerbach endgültig frei von Schmutzwasser werden.

Lippeverband
Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband für das Einzugsgebiet der mittleren und unteren Lippe und wurde 1926 gegründet. Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.