Hamm: Kanalerneuerung in der Chemnitzer Straße

Hamm. Die Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes erneuert zurzeit den Mischwasserkanal in der Chemnitzer Straße im Stadtteil Hamm-Mitte. Ab Freitag, 9. Februar, wird der Straßenabschnitt zwischen Sachsenschleife und Dortmunder Straße voll gesperrt. Anwohner aus der Sachsenschleife und aus der Chemnitzer Straße können dann nur noch ausschließlich über die Hafenstraße an- und abfahren. Der Lippeverband und seine Stadtentwässerung Hamm bitten um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Diese Sperrung bleibt bis voraussichtlich Ende März 2018 bestehen.

Fertig gestellt ist bislang der Vortrieb von insgesamt rund 500 Metern an neuen Rohren mit einem Innendurchmesser von 1,60 Meter. Die jeweiligen Start- und Zielgruben wurden zurückgebaut, zwei Schachtbauwerke wurden in der Chemnitzer Straße erstellt. Die Viktoriastraße wurde nach einer provisorischen Oberflächenwiederherstellung zunächst wieder für den Verkehr freigegeben. In der Viktoriastraße werden die Kanalbauarbeiten wieder aufgenommen und fortgesetzt, sobald die Arbeiten im aktuellen Sperrabschnitt abgeschlossen worden sind.

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband für das Einzugsgebiet der mittleren und unteren Lippe und wurde 1926 gegründet. Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe.

Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren. Vor knapp elf Jahren, im April 2007, hat der Lippeverband darüber hinaus in der Stadt Hamm den Betrieb des Kanalnetzes übernommen. Zu den Aufgaben der Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes gehören das Sammeln, Ableiten und Versickern des anfallenden Abwassers auf dem 220 km² großen Stadtgebiet mit rund 180.000 Einwohnern und 55.000 Grundstücken. Betrieben wird ein 864 Kilometer langes Kanalnetz mit über 25.000 Schachtbauwerken bzw. Kanalhaltungen und 151 Sonderbauwerken wie z.B. Kläranlagen oder Pumpwerke.