Essen: Fällarbeiten in Stoppenberg schaffen Platz für Regenbecken

Essen. Die Emschergenossenschaft führt ab Mittwoch, 17. Januar, Fällungen am Ernestinengraben in Essen durch. Die Arbeiten werden im Bereich Ahrendahls Wiese/Twentmannstraße durchgeführt. Die Maßnahme erfolgt im Zuge der Renaturierung des Berne-Systems in Essen und ist Bestandteil des Generationenprojekts Emscher-Umbau.

Mit den Fällarbeiten bereitet die Emschergenossenschaft einerseits die künftige Baufläche für den Kanalbau vor, andererseits wird aber auch Platz für die vorher noch anstehenden Kampfmittelsondierungen geschaffen. Diese werden im Anschluss an die Fällarbeiten durchgeführt.

Die eigentliche Maßnahme der Emschergenossenschaft, der Bau von Abwasserkanälen sowie eines Regenüberlaufbeckens, beginnt erst Mitte 2018. Über die Details dazu wird noch gesondert informiert werden.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.