Dinslaken: Rauchentwicklung auf Klärwerk Emschermündung

Dinslaken. Auf der Kläranlage der Emschergenossenschaft an der Turmstraße ist es am Dienstagvormittag in einem Niederspannungsraum zu einer massiven Rauchentwicklung gekommen. Personen wurden keine verletzt, die Feuerwehr war im Einsatz. Die Ursache wird nun noch ermittelt.

Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Hebe-Pumpwerke zwischen mechanischer und biologischer Reinigung. In diesem Areal muss das vorgeklärte Abwasser gehoben werden, um einen Höhenunterschied auszugleichen.

Aufgrund des Vorfalls hat die Emschergenossenschaft ihren Klärbetrieb vorübergehend heruntergefahren, damit die Kläranlage nicht überflutet wird. Aufgrund des hohen Wasserstandes in der Emscher war dies jedoch unproblematisch, da bei hohen Wasserständen der Großteil der Emscher ohnehin an der Kläranlage „vorbeirauscht“. Dies ist insofern kein Problem, da die Emscher bei hohem Abfluss so stark verdünnt ist, dass das Wasser nicht mehr klärpflichtig ist.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.