Essen: VHS: Foto-Ausstellung zeigt Menschen im Neuen Emschertal

Essen. Die Volkshochschule und die Emschergenossenschaft präsentieren zurzeit eine besondere Foto-Ausstellung in den Räumen der VHS am Burgplatz. Die Bild-Reportagen von insgesamt 14 Fotografinnen und Fotografen sind im Rahmen eines Fotoprojekt-Kurses unter der Leitung von Klaus Baumers entstanden. Der Kurs – eine enge Kooperation zwischen Emschergenossenschaft und VHS – läuft bereits im dritten Jahr.

Eins der ausgestellten Fotos (Foto: Anette Reith)

Eins der ausgestellten Fotos (Foto: Anette Reith)

Im Fokus der vergangenen Kurse standen Bilder, die in vielfältiger Weise die Entwicklungen im Neuen Emschertal dokumentieren, angefangen bei den gigantischen Emscherbaustellen bis hin zu Bildserien rund um den Emscher-Umbau. In vielen der Bilder sind die positiven Entwicklungen und der Wandel der Region heute schon zu erkennen, etliches wird bald schon historisch sein.

Den Schwerpunkt dieser Ausstellung bilden die Menschen in der Emscherregion. In Bildern und Texten werden Geschichten von Menschen erzählt, die im neuen Emschertal leben und arbeiten

Klaus Baumers arbeitet in der Medienzentrale der Emschergenossenschaft. Der Fotoprojekt-Kurs hat im März 2017 den VHS-Förderpreis vom Förderverein der VHS Essen für sein Engagement und seine Kreativität erhalten. Mit dem Preisgeld entwickeln die beteiligten Fotoamateure eine Internetseite, auf der das Projekt und die entstanden Arbeiten zukünftig präsentiert werden sollen: www.emscherfotografen.de – die Seite befindet sich zurzeit noch im Aufbau.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.