Zahl des Tages: 9417

Die Emschergenossenschaft hält am Freitag, 17. November, ihre Jahresversammlung in der Castrop-Rauxeler Stadthalle ab – genau 9417 Tage nach dem allerersten Spatenstich für das Generationenprojekt Emscher-Umbau, der ebenfalls in Castrop-Rauxel stattfand: Am 5. Februar 1992 erfolgte der Startschuss für die Umgestaltung des Deininghauser Bachs.

Ein Foto des damaligen Spatenstichs am Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel (Quelle: Archiv, Emschergenossenschaft).

Ein Foto des damaligen Spatenstichs am Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel (Quelle: Archiv, Emschergenossenschaft).

Der Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel erinnert heute in weiten Teilen überhaupt nicht mehr an die einstige Köttelbecke. Mit der Renaturierung des Gewässers ging ein Mehrwert für Mensch und Natur einher. In der Schulstraße wurde der zuvor verrohrte Bach wieder offengelegt, parallel zur Alleestraße lädt nun ein neuer Weg zum Spazieren ein – vor 25 Jahren war dies noch undenkbar.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.