Recklinghausen: Hellbach: Renaturierung erreicht den Süden von Recklinghausen

Recklinghausen. Die Arbeiten der Emschergenossenschaft zur ökologischen Verbesserung des Hellbaches schreiten weiter voran und beginnen nun auch im letzten Bauabschnitt südlich der A 2.

In Kürze erfolgen zur Vorbereitung der Bauflächen Rodungsarbeiten südlich der Hubertusstraße. Anschließend werden die Rodungsarbeiten am Hellbach im Bereich zwischen Werkstättenstraße und Herner Straße sowie zwischen der Autobahn A 2 und der Dunantstraße bis Ende Februar fortgeführt. Die Emschergenossenschaft und die Stadt Recklinghausen bitten um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen während der Bauphase.

Über die aktuellen und anstehenden Baumaßnahmen am Hellbach hat die Emschergenossenschaft erst kürzlich, am 22. Oktober, die unmittelbar betroffenen Anwohner im Rahmen eines Baustellen-Informationstages informiert. Bei weiteren Rückfragen werden nach vorheriger telefonischer Terminabsprache (0201/104-2762) weiterhin donnerstags am Nachmittag Bürgersprechstunden angeboten.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.