Dortmund: Roßbach-Renaturierung: Radweg wird gesperrt

Dortmund. Im Zuge der Arbeiten der Emschergenossenschaft zur Renaturierung des Roßbachs muss der Fuß- und Radweg entlang der OWIIIa zwischen Wischlinger Weg und Arminiusstraße in Huckarde/Wischlingen ab Ende dieser Woche gesperrt werden. In diesem Bereich finden ab der kommenden Woche Rodungsarbeiten auf der nördlichen Böschungsseite statt. Diese Maßnahme dauert zirka fünf Wochen, so dass die Sperrung des Weges voraussichtlich Ende November wieder aufgehoben werden kann. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Die Sperrung des Fuß- und Radweges erstreckt sich im Westen vom Ende der Sydowstraße bis zur Fuß- und Radwegebrücke über die OWIIIa im Osten. Die Fuß- und Radwegebrücke bleibt von der Sperrung ausgenommen, so dass die Wegeverbindung von Süden aus dem Revierpark Wischlingen kommend bis nach Osten in Richtung Arminiusstraße aufrechterhalten bleibt.

Im Frühjahr 2018 wird es erforderlich, dass der Weg erneut für rund vier bis fünf Monate gesperrt werden muss. Die Vorarbeiten und Sperrungen sind nötig, weil der Lärmschutzwall zu einem Hochwasserschutzdeich umgebaut wird, damit bei Starkregen das Hochwasser aus dem Roßbach, der mit der Baumaßnahme aus dem alten Bachbett in die bewachsene Fläche in Wischlingen verlegt wird, zurückgehalten werden kann. Durch die Verlegung des Roßbachs entsteht ein Rückhaltevolumen von rund 150.000 m3, das ein schnelles Abfließen des Wasser verhindert und somit zur Erhöhung des Hochwasserschutzes beiträgt. Die erneute Sperrung des Weges wird von der Emschergenossenschaft rechtzeitig bekannt gegeben.

Darüber hinaus ist es aus Sicherheitsgründen erforderlich, dass die Zufahrt zur Baustelleneinrichtungs- und Lagerfläche der Emschergenossenschaft, die sich auf dem eigenen Betriebsgelände am Stauraumkanal Sydowstraße befindet, für die Dauer der Bauzeit bis voraussichtlich August 2019 gesperrt wird. Die Radfahrer und Fußgänger werden von der Sydowstraße über die Overlackerstraße auf den Fuß- und Radweg parallel der OWIIIa geleitet. Erforderliche Umleitungen werden eingerichtet. Auch hierfür bittet die Emschergenossenschaft um Verständnis.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.