Emschergebiet: Geführte Radtour entlang der Emscher

Emschergebiet. Die Emschergenossenschaft bietet am Freitag, 6. Oktober, eine geführte Radtour durchs Emscherland an. Los geht es um 13.30 Uhr am Museum Strom und Leben an der Grenze Herne/Recklinghausen. Die Strecke ist 30 km lang und führt bis nach Dortmund/Castrop-Rauxel. Die Rückkehr zum Startpunkt ist für 18 Uhr geplant. Vorne voraus fährt Dr. Vera Bücker, Gastführerin und Historikerin. Sie wird an ausgewählten Stationen Informationen zum Emscher-Umbau und zur Region bieten. Eigene Fahrräder sind Voraussetzung, die Teilnahme ist kostenlos, eine Snacktasche wird gestellt. Jedoch ist die Radtour begrenzt auf maximal 15 Mitfahrende, eine Anmeldung unter 0201/104-2630 bis Donnerstag (5.10.) ist erforderlich.

Stationen der Emscherland-Tour sind unter anderem das ehemalige Klärwerk Herne mit dem Emscherkunst-Mosaik, der Emscherweg bis zum Wasserkreuz und das Hochwasserrückhaltebecken Ickern-Mengede an der Stadtgrenze Dortmund/Castrop-Rauxel.

Dort gibt es eine Pause am Hof Emschertal – zurück geht es am Brunosee vorbei zum von der Emschergenossenschaft renaturierten Deininghauser Bach, durchs Castroper Holz, am Schloss Bladenhorst vorbei zurück zum Rhein-Herne-Kanal mit dem Emscherkunstwerk Reemrenreh.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.