Essen: Emscher-Umbau: Schwarzbach in Kray wird vom Abwasser befreit

Essen. Im Rahmen der Umgestaltung des Emscher-Systems werden neben dem Berne-System auch die Gewässer im Einzugsgebiet des Schwarzbachs vom Schmutzwasser befreit. Ganz aktuell ist die Emschergenossenschaft in Essen-Kray mit dem Bau des neuen unterirdischen Abwasserkanals am Oberlauf des Schwarzbachs beschäftigt. Die Arbeiten zwischen der Hubertstraße und dem Durchlass an der Joachimstraße schreiten gut voran.

Verlegt wird ein 580 Meter langer Abwasserkanal mit Innendurchmessern von 1,80 bis 2,40 Meter. Rund 100 Meter des neuen Sammlers hat die Emschergenossenschaft bereits in offener Bauweise verlegt, ebenfalls 100 Meter wurden im unterirdischen Vortrieb erstellt. Im Rahmen des aktuellen Bauabschnitts presst die Emschergenossenschaft bis Ende kommender Woche noch rund 40 Meter unterirdisch vor.

Die restlichen 340 Meter des Abwasserkanals werden anschließend in offener Bauweise und überwiegend parallel zum Gewässer verlegt. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, die Emschergenossenschaft rechnet mit einer Bauzeit bis zirka Mai 2018.

Der Emscher-Umbau
Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei. Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.