Herten: Emschergenossenschaft saniert das Pumpwerk Resser Bach

Herten. Die Emschergenossenschaft führt zurzeit eine größere bautechnische Instandsetzung des Pumpwerks Resser Bach in Herten durch. Dabei werden unter anderem ältere Öffnungen für Kabeleinführungen abgedichtet, um dadurch die Hochwassersicherheit des Pumpwerks auch zukünftig zu gewährleisten.

Bereits komplett abgeschlossen hat die Emschergenossenschaft die Betonsanierung der Hochwasserkammer im Einlaufbereich des Pumpwerks. Aktuell anstehen tut die Betonsanierung der Trockenwetterkammer.

Bei günstiger Witterung wird die Emschergenossenschaft ihre Arbeiten bis Ende des Jahres fertig gestellt haben. In die Hochwassersicherheit des Pumpwerks investieren die Flussmanager rund 1,5 Millionen Euro.

Das Pumpwerk Resser Bach
Das Pumpwerk Resser Bach am Danzinger Ring wurde 1976 gebaut und 1987 ertüchtigt. Es verfügt über insgesamt sechs Pumpen: zwei Trockenwetterpumpen, eine Mittelwasserpumpe sowie drei Hochwasserpumpen. Bei Trockenwetter schafft die Betriebsanlage rund 250 Liter pro Sekunde weg, im Hochwasserfall dagegen werden bis zu 14.000 Liter pro Sekunde wegtransportiert.

Der maximale Zufluss des Pumpwerks beträgt sogar 27.000 Liter pro Sekunde, wobei ein vorgelagertes Rückhaltebecken als Puffer zwischen dem Gewässer und dem Pumpwerk liegt.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.