Konzept für „Emscherland 2020“ liegt nun in Düsseldorf vor

Die Emschergenossenschaft hat stellvertretend am Donnerstag fristgerecht das „Integrierte Handlungskonzept Emscherland 2020“ bei der Geschäftsstelle „Grüne Infrastruktur“ im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen eingereicht. Damit bewerben sich die vier Kommunen Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten gemeinsam mit der federführenden Emschergenossenschaft um Mittel aus dem EFRE-Förderaufruf „Grüne Infrastruktur NRW“.

Skizze des geplanten Natur- und Wassererlebnisparks am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel/Grenze Recklinghausen (Quelle: Emschergenossenschaft).

Skizze des geplanten Natur- und Wassererlebnisparks am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel/Grenze Recklinghausen (Quelle: Emschergenossenschaft).

In das komplexe, etwa 230 Seiten umfassende Konzept sind darüber hinaus viele Maßnahmen der Stadt- und Freiraumentwicklung, des Tourismus und der Naherholung eingebunden. Nach den einstimmigen Ratsbeschlüssen in Castrop-Rauxel (24.11.), Recklinghausen (28.11.) und Herne (29.11.) hatte am Mittwochabend (30.11.) auch der Rat der Stadt Herten dem Konzept einstimmig zugestimmt.

Rund zwölf Monate hat eine interkommunale Arbeitsgruppe aus den vier Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten in Kooperation mit der Emschergenossenschaft an einem kommunenübergreifenden Konzept für das Emscherland gearbeitet. Gemeinsam wollen sie die Chancen und den Mehrwert des wasserwirtschaftlichen Jahrhundertprojektes Emscher-Umbau für die Stadt- und Freiraumentwicklung nutzen. Ein besonderes Anliegen ist es, naturbasierte Ökosystemleistungen zur Grundlage einer ökologischen Landschaftsentwicklung zu machen. Ein Natur- und Wassererlebnispark an der östlichen Grenze der Gebietskulisse soll über eine Emscher-Promenade bis zur westlichen Gebietsgrenze mit einem außerschulischen Lernort auf dem ehemaligen Klärwerk für den Ost- und Hellbach verknüpft werden. An dieser Achse sind unterschiedliche Angebote für Naturerleben, Naturschutz- und Umweltbildung aufgereiht.

Schlussphase beim Emscher-Umbau
Mit „Emscherland 2020“ soll die Schlussphase des Emscher-Umbaus gefeiert werden. Das Hauptziel dieses beispiellosen Generationenprojekts – eine vom Abwasser befreite Emscher – wird voraussichtlich Ende 2020 erreicht werden. In einem Zeitraum von dann drei Jahrzehnten wird die Emschergenossenschaft nach derzeitigem Kenntnisstand prognostizierte 5,266 Milliarden Euro in die Aufwertung der Emscherlandschaft investiert und eine moderne abwassertechnische Infrastruktur geschaffen haben. Das will und muss gefeiert werden!