Dortmund: Partizipative Kunst entlang des Emscher-Wegs

Dortmund. Im Rahmen der vom NRW-Städtebauministerium geförderten Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ hat die Kreativgruppe „Die Urbanisten“ für die Emschergenossenschaft zwei zuvor recht unscheinbare Gebäude umgestaltet. Dabei handelt es sich um die Hochbauteile zweier Stauraumkanäle, einmal an der Dorstfelder Allee westlich des Unionsviertels sowie an der Schaphusstraße in Mengede. Ziel beider Projekte war nicht nur die künstlerische Gestaltung der wasserwirtschaftlichen Betriebsanlagen, sondern insbesondere die interaktive Einbindung von Kindern und jungen Erwachsenen vor Ort in den Gestaltungsprozess. Seit Kurzem sind die Gebäude nun fertig umgestaltet.

Das Ergebnis in Mengede (Foto: Emschergenossenschaft)

Das Ergebnis in Mengede (Foto: Emschergenossenschaft)

Das Projekt in Mengede: Bei einer Fahrradtour entlang der Emscher sammelten die Urbanisten zunächst Impressionen für die spätere Gestaltung, dieser künstlerischer Entwurf wurde anschließend von dem Graffiti-Künstlerduo „Threemeters“ umgesetzt.

Das Bild zeigt eine künstlerische Perspektive auf Mengede auf Grundlage der gesammelten Eindrücke. Direkt am Emscher-Weg gelegen, kann das Kunstwerk mittlerweile begutachtet werden. Die anderen drei Seiten des Gebäudes schmückt eine Wandgestaltung, die prinzipiell auch als Blaupause für weitere am Emscherweg gelegene Gebäude der Emschergenossenschaft dienen könnte.

Das Projekt an der Dorstfelder Allee: Für die Gestaltung des Bauwerks an der Dorstfelder Allee kamen David Kory von den Urbanisten sowie der Künstler und Grafikdesigner Oliver Mark in die Kita Kath. Familienzentrum Forum Bartoldus. Nach einer lehrreichen Erkundungstour der Kinder gemeinsam mit der Emschergenossenschaft durch den Naturraum rund um die Emscher zeichneten und malten die Kleinen am folgenden Tag ihre Eindrücke. Die entstandenen Malereien und Zeichnungen von Tieren, Pflanzen und des Naturraums wurden anschließend auf ein kleines Modell des Gebäudes geklebt. Oliver Mark erstellte daraufhin einen Entwurf, der anschließend in Groß auf das Gebäude an der Dorstfelder Allee übertragen wurde.

Kurz vor der Fertigstellung besuchten die Kinder die Künstler noch einmal vor Ort und konnten dabei ihre eigenen Entwürfe auf dem Gebäude betrachten. Mit großer Begeisterung schauten sie den Künstlern bei den letzten Umsetzungsarbeiten über die Schulter. Die Ideen der Kinder, transformiert zu einem gemeinsamen Bild, werten dieses Gebäude nun deutlich auf.

Aus Sicht der Emschergenossenschaft zeigt das Projekt, wie Kooperationen von großen und kleinen Institutionen, Künstlern sowie den Menschen vor Ort Städte nachhaltig ein Stück weit bunter, kreativer und spannender machen können.