Dinslaken: Raumschiff Emscherprise landet mitten auf dem Klärwerk

Dinslaken. Natürlich ist kein Raumschiff auf dem Klärwerk der Emschergenossenschaft an der Turmstraße gelandet – als UFO werden jedoch die bunten und futuristisch anmutenden Werke der Lichtmalfotografie (Light-Painting-Photography) bezeichnet. Ein solches UFO ließ nun auch der Dinslakener Fotograf Michael Krone im Rahmen einer Lichtkunst-Performance auf dem Klärwerk Emschermündung „landen“. Für diese spezielle Fotografie hielt er die Bewegung einer beleuchteten Räumerbrücke auf einem kreisrunden Wasserbecken mit Hilfe einer 6219 Sekunden (!) langen Belichtungszeit fest – nach eigenen Angaben ist Krone damit nun sogar UFO-Weltmeister.

"UFO-Landung" auf dem Klärwerk Emschermündung (Foto: Michael Krone – The Art of Image)

"UFO-Landung" auf dem Klärwerk Emschermündung (Foto: Michael Krone – The Art of Image)

Ganz ohne Bildbearbeitungsprogramme entstehen bei Langzeitbelichtungen dynamische Fotografien, die Bewegungen nachempfinden lassen. Bei einer extrem langen Belichtungszeit von über 100 Minuten (!) ist das Ergebnis umso extremer – und faszinierender. Auch wenn es kein Bewegtbild ist, sondern „nur“ ein Foto, wird die 360-Grad-Bewegung der Räumerbrücke mehr als deutlich. Das kreisrunde Bauwerk, ein Belebtschlammflotationsbecken, hat übrigens einen Durchmesser von 65,5 Metern – laut Krone hatte noch nie zuvor ein UFO ein solches Ausmaß.

Gut zu erkennen sind auf dem Foto auch die markanten blauen Faulbehälter des Klärwerks, die dem Betrachter sofort klarwerden lassen, dass es sich hier um eine Emscher-Kläranlage handelt.

Das Klärwerk ist normalerweise ein Arbeitsort und kein Spielplatz für Lichtkunstfotografen – aber die außergewöhnliche Idee und der Enthusiasmus von Michael Krone überzeugte die Emschergenossenschaft, so dass ausnahmsweise eine Erlaubnis erteilt wurde. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen – das „Raumschiff Emscherprise“…