Essen: Gäste aus Nischni Nowgorod besichtigten den Berne-Umbau

Essen. Eine sechsköpfige Delegation aus Essens russischer Partnerstadt Nischni Nowgorod hat am Donnerstag die Emschergenossenschaft besucht. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der Leiter der Stadtverwaltung in Nischni Nowgorod, der Vorsitzende des Komitees für außenwirtschaftliche Beziehungen sowie ein Abgeordneter der Duma, des russischen Staatsparlaments. Im Fokus ihres Besuches standen Projekte, die im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ eine besondere Rolle spielen werden. Für viel Grün in Essen wird der ökologische Umbau des Berne-Systems sorgen. In dieses Projekt investiert die Emschergenossenschaft rund 400 Millionen Euro. Die Gäste besuchten die Quelle und die Mündung des Flusses sowie eine der großen Baustellen für den neuen unterirdischen Berne-Abwasserkanal.

Baustellenbesuch der russischen Gäste (Foto: Kirsten Neumann / Emschergenossenschaft).

Der Schacht an der Econova-Allee ist rund 20 Meter tief. Von der Brüstung des Treppenturms schauten die Besucher hinab in die Baustelle, von der aus die Emschergenossenschaft in den vergangenen Wochen einen rund 725 Meter langen Kanal in Richtung Bottrop vorgepresst hat.

Seitens der Emschergenossenschaft erläuterten die Projektleiter Bettina Gruber, Amir Golzari und Jens-Uwe Drews die technischen Details, während Dr. Mario Sommerhäuser zuvor das Gesamtprojekt Emscher-Umbau und seine Bedeutung für den ökologischen Strukturwandel in Essen sowie in der gesamten Region vorstellte. Von den Dimensionen des wohl einzigartigen Generationenprojekts zeigten sich die Gäste beeindruckt.

Den Abschluss der Berne-Tour bildete ein Besuch der ehemaligen Kläranlage an der Mündung der Berne in die Emscher. Hier ist der Strukturwandel geradezu greifbar: Das ehemalige Betriebsgelände hat die Emschergenossenschaft zu einem offenen Bürgerpark umgestaltet, in dem ehemaligen Maschinenhaus ist ein Restaurant eingezogen!