Essen: Metropole Ruhr verbindet Umweltnutzen und Beschäftigungsperspektiven

Essen. Effiziente Materialien und Prozesse, umweltfreundliche Mobilität, erneuerbare Energien: Die Umweltwirtschaft sorgt für Arbeitsplätze und hilft dabei dem Klima und der Umwelt. Besonders deutlich zeigt sich das in der Metropole Ruhr. Mit rund 100.000 Beschäftigten kommt die Umweltwirtschaft hier auf 5,6 Prozent der Gesamtbeschäftigung – das ist Rekord für NRW, immerhin dem Klassenprimus unter den Bundesländern in dieser Disziplin. Wie man diese Pole-Position weiter ausbauen kann, war Thema des Standortforums Umweltwirtschaft, das die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) heute gemeinsam mit dem Landesumweltministerium, der EnergieAgentur.NRW und der Emschergenossenschaft in Essen veranstaltet hat.

Die Metropole Ruhr verfügt über große Innovationskraft sowie vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen in der Umweltwirtschaft. Diese reichen von Energietechnik über Ressourcenmanagement und chemische Aufbereitungsprozesse bis zum nachhaltigen Stadtumbau. Diese gute Ausgangslage als Sprungbrett für die weitere Spezialisierung in der Region zu nutzen, war der allgemeine Tenor unter den Anwesenden des Standortforums. Fachleute aus Unternehmen und Forschung, aus der Verwaltung und Wirtschaftsförderung waren zu der Veranstaltung in den Räumen der Emschergenossenschaft gekommen.

Die Region bietet günstige Bedingungen für Unternehmen und Beschäftigte. In der Metropole Ruhr kommen ein kulturell attraktiver Standort mit herausragender Infrastruktur und eine leistungsfähige Industrie sowie Forschungs- und Entwicklungslandschaft zusammen. Sie hat früh erkannt, wo das Potenzial der Umweltwirtschaft liegt und Initiative gezeigt - beste Beispiele sind der Emscherumbau und die InnovationCity Ruhr in Bottrop.

Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft: „Unser Emscher-Umbau inmitten dieses Ballungsraumes ist das größte abwassertechnische Infrastrukturprojekt Europas mit erheblichen positiven Effekten für Flora und Fauna – und dadurch auch für die Lebensqualität der Bürger. Auch mit der Energiewende beschäftigen wir uns bereits: Unsere Kläranlage in Bottrop wollen wir im Rahmen der Innovation CityRuhr in den kommenden Jahren energieautark gestalten.“ Mit GreenTech.Ruhr einer internationalen Dachmarke für Unternehmen aus der Umweltwirtschaft hat die wmr zudem bereits ein nächstes Projekt gestartet.

Neben den spezifischen Wirtschaftsdaten der Umweltwirtschaft in der Metropole Ruhr, die im Umweltwirtschaftsbericht der Landesregierung vorgelegt wurden, standen vertiefende Workshops zur lokalen Wirtschaftsförderung und regionalen Projekten, zur internationalen Vermarktung umweltwirtschaftlicher Produkte und Leistungen sowie zur effizienten Produktentwicklung auf dem Programm. Dazu wurden Projektbeispiele wie die InnovationCity Ruhr und das Engagement der Region in der KlimaExpo.NRW näher beleuchtet. Zudem stellten die Hercutec Chemie GmbH, die Remondis Assets & Service GmbH & Co.KG und die thyssenkrupp Steel Europe AG die Potentiale des Wachstumsmarktes Umweltwirtschaft für ihre Unternehmen dar und steuerten wertvolle Erfahrungen sowie Impulse bei.

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Wirtschafts- und Standortforen zur Förderung der Umweltwirtschaft, die auf Initiative des Landesumweltministeriums überall in Nordrhein-Westfalen veranstaltet wurden.

Die Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen (NRW) ist mit rund 320.000 Erwerbstätigen und 70 Milliarden Euro Umsatz bundesweit der größte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft. Um diesen Vorsprung auszubauen, hat die Landesregierung die Umweltwirtschaftsstrategie ins Leben gerufen. Ziel ist, Nutzen für Umwelt, Wohlstand und Arbeitsplätze in NRW gleichermaßen zu schaffen. Dazu soll ein Masterplan für die Umweltwirtschaft verabschiedet werden. Dieser basiert auf der Bestandsaufnahme des ersten Umweltwirtschaftsberichts für Nordrhein-Westfalen und einer Reihe von Wirtschafts- und Standortforen, die 2016 landesweit durchgeführt wurden.