Gladbeck: Boye wird teilweise nach Gladbeck verlegt

Gladbeck. Die Emschergenossenschaft beginnt in der kommenden Woche mit der Modellierung einer neuen Trasse für das Boye-Gewässer. Dabei erhält die Boye im betroffenen Bereich einen völlig neuen und naturnahen Lauf, der nun nicht mehr auf der Grenze zwischen Bottrop und Gladbeck liegt, sondern künftig deutlich weiter auf Gladbecker Stadtgebiet fließen wird. Den Auftrag für die Verlegung der Boye hat die Emschergenossenschaft ganz aktuell vergeben, das Volumen beläuft sich auf knapp 1,6 Millionen Euro. Die Emschergenossenschaft rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.

Der Bereich, in dem die Boye verlegt wird, befindet sich zwischen der A 2 im Norden und der Straße „Im Gewerbepark“ im Süden (auf Bottroper Gebiet). Im Osten grenzt die B 224 an den Abschnitt der Boye und wird von ihr auch unterquert. Der Bauabschnitt erstreckt sich über eine Länge von knapp einem Kilometer von km 4,85 bis km 5,75. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über Bottroper Stadtgebiet.

Die Emschergenossenschaft wird den neuen Boye-Verlauf zunächst im Trockenen anlegen. Der restliche Boye-Hauptlauf wird später an die neue Trasse angebunden, dann wird das Gewässer auch schon vom Abwasser befreit sein.

Mit dem neuen Bachbett für die Boye schenkt die Emschergenossenschaft dem Gewässer auch eine neue naturnähere Optik: Das Betonkorsett wird verschwinden, auch die kanalartige Gradlinigkeit wird aufgehoben: Die Boye wird künftig wieder Kurven schlagen und mehr mäandrieren dürfen.

Über die weiteren Entwicklungen wird die Emschergenossenschaft auf dem Laufenden halten.