Marl: Welche Spuren die Chemie in unserem Wasser hinterlässt

Marl. Über die „Spuren der Chemie im Wasser“ spricht am 28. Oktober Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband, im Rahmen der Veranstaltung „Chemie des Jahres“. Los geht es um 16.30 Uhr im Informationscenter am Chemiepark, Lipper Weg 1 in Marl. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Paetzel wird in seinem Vortrag auf die Zukunftsthemen der Wasserwirtschaft eingehen. Emschergenossenschaft und Lippeverband, die beiden Flussmanager in dieser Region, sind gemeinsam Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken.

Die Wasserwirtschaft steht zukünftig vor großen Herausforderungen – Klimawandel mit Starkregen und Überflutungen, Energieeffizienz, Ressourcenschutz, Erhalt der Artenvielfalt und nicht zuletzt die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, d.h. die ambitionierte Erreichung eines guten ökologischen und chemischen Zustandes der Flüsse, Seen und des Grundwassers. Hinzu kommen die sogenannten Spurenstoffe in Wasser und Abwasser wie z.B. Mikroplastiken, Pestizide, Medikamente und Hormone.

Die Wasserwirtschaft sieht eine Lösung des Problems nicht allein als Aufgabe der Betreiber von Kläranlagen und der Trinkwassererzeuger, sondern die Verantwortung genauso bei den Herstellern und den Konsumenten. Dies entspricht einem nachhaltigen und ganzheitlichen Ansatz, dem die moderne Wasserwirtschaft sich verpflichtet fühlt.

Veranstalter ist die VHS Marl in Kooperation mit der Industriemeistervereinigung Hüls.