Essen: Emschergenossenschaft befreit nun den Katernberger Bach vom Schmutzwasser

Essen. Im Rahmen des Emscher-Umbaus wird die Emschergenossenschaft auch den Katernberger Bach im Essener Norden zunächst vom Schmutzwasser befreien und anschließend naturnah umgestalten. Die Bautätigkeiten sollen Ende Oktober beginnen und insgesamt zirka zwei Jahre dauern.

Die aktuelle „Köttelbecke“ Katernberger Bach unweit der Schalker Straße (Foto: Rupert Oberhäuser / Emschergenossenschaft).

Der genossenschaftliche Katernberger Bach ist entlang des ersten Bachkilometers ein offener, danach ein überwiegend verrohrter Schmutzwasserlauf mit einer Länge von insgesamt 3,4 km. Der verrohrte Teil des Katernberger Baches soll künftig als Abwasserkanal dienen.

Für die Entflechtung ist im Rahmen des ersten Bauabschnittes bereits bis Mitte 2015 ein neuer parallel liegender Kanal zwischen km 0,00 und km 1,1 (von der Mündung in den Schwarzbach flussaufwärts betrachtet) einschließlich einer Regenwasserbehandlungsanlage gebaut worden. Ab Ende Oktober 2016 werden nun im Rahmen des zweiten Bauabschnittes die Bauwerke für die Regenwasserbehandlung errichtet und die notwendigen Umschlussarbeiten am Pumpwerk der Emschergenossenschaft in Essen-Schonnebeck durchgeführt. Zur Komplettierung der Entflechtung des Katernberger Bachs wird entlang des kommunalen Oberlaufs zwischen dem Pumpwerk Essen-Schonnebeck und der Eisenstraße ein zirka 210 Meter langer Abwasserkanal mit einem Durchmesser von 1,60 Meter im geschlossenen Rohrvortrieb verlegt. Die Emschergenossenschaft führt diese Maßnahme im Auftrag der Stadtwerke Essen durch. Dafür wird am Ende der Eisenstraße, im Wendehammer, eine Zielbaugrube errichtet. Die dortigen Kanalanschlüsse werden übernommen.

Die Arbeiten der Emschergenossenschaft erfolgen auf der genossenschaftlichen Wiesenfläche unweit der A 42 (Anschlussstelle Gelsenkirchen-Heßler), dem Auslauf der Gewässerverrohrung unweit der Katernberger Moschee sowie rund um das Pumpwerk Essen-Schonnebeck und die Eisenstraße.

Während der Bautätigkeit wird es zeitlich begrenzte Einschränkungen für den Radweg der ehemaligen Zechenbahn des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zwischen den Straßen Schonnebeckhöfe und der Ückendorfer Straße geben. Die Verbindungen werden allerdings über die Bauzeit nutzbar bleiben.

Der genossenschaftliche Rad- und Fußweg entlang des Katernberger Baches zwischen der Katernberger Moschee und der Güterbahnstrecke wird für die Bauzeit gesperrt. Der Radwegeverkehr über die ausgewiesenen Routen bleibt unverändert bestehen. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Die Bautätigkeit soll Ende Oktober beginnen und insgesamt zirka zwei Jahre andauern. Das Bauende wird somit für den Herbst 2018 erwartet.