Oberhausen: Gegen die Geruchsbildung: Emschergenossenschaft setzt Nitrateintrag in die Emscher fort

Oberhausen. Der Wetterumschwung hat auch seine gute Seiten: Durch die nun kühleren Temperaturen werden die Fäulnisprozesse in der Abwasser führenden Emscher reduziert, was auch die Geruchsbildung wesentlich eindämmen sollte. Dennoch wird die Emschergenossenschaft ihre akuten Maßnahmen gegen die Gestanksbildung auch im Oktober fortsetzen. Mit Genehmigung der Bezirksregierung Münster werden im Zuge der Abwasserreinigung auf der Kläranlage der Emschergenossenschaft in Bottrop weiterhin höhere Nitratwerte im Emscher-Wasser belassen, was einhergeht mit einer höheren Sauerstoffkonzentration. Dies wiederum senkt die Gerüche entlang des Flusses.

Um den Gestank der Emscher zu minimieren, unterlässt die Emschergenossenschaft vorerst im Rahmen der Abwasserreinigung in Bottrop die Hinzugabe von Kohlenstoffsubstraten. Dadurch steigen die Nitratwerte im Wasser, was einer höheren Sauerstoffkonzentration entspricht.

Darüber hinaus wird weiterhin der Einsatz der Gelaktivplatten getestet, die entlang der Emscher an Zäunen befestigt wurden und die Gerüche der Emscher neutralisieren sollen. Je nach Bedarf wird die Emschergenossenschaft auch noch weitere Platten anbringen.

Die Emschergenossenschaft hat diese Maßnahmen erarbeitet, um die starke Geruchsbildung vor allem im Bereich Oberhausen zu mindern. Dieser Abschnitt war zuletzt vermehrt betroffen, da aufgrund von erforderlichen Sanierungsarbeiten auf der Kläranlage Bottrop zurzeit weniger gereinigtes Abwasser zurück in die Emscher geleitet wird. Dadurch bleibt der Verdünnungsfaktor aus, die erhöhte Abwasserkonzentration führt letztlich zum Gestank – was jüngst noch durch die hohen Temperaturen und das trockene Wetter verstärkt wurde.