Oberhausen: Tunnel-Durchstich in OB: Abwasserkanal Emscher erreicht nächsten Meilenstein

Oberhausen. Die Emschergenossenschaft hat am Mittwoch dieser Woche ein weiteres wichtiges Zwischenziel im Zuge des Emscher-Umbaus erreicht: Die Tunnelbohrmaschine für die südliche Trasse des Abwasserkanals Emscher hat ohne Probleme die Zielgrube an der Forsterbruchstraße in Oberhausen-Buschhausen erreicht. Damit hat die Emschergenossenschaft auf dieser Strecke zwischen Bottrop-Süd und Oberhausen bereits 7352,45 Meter des Abwasserkanals Emscher verlegt. Insgesamt ist die Doppelrohrtrasse etwas mehr als zehn Kilometer lang. Das endgültige Ziel dieses sogenannten Bauabschnitts 40 des Abwasserkanals Emscher wird im kommenden Jahr im Holtener Bruch in OB-Biefang erreicht werden.

Durchstich (Foto: Rupert Oberhäuser / Emschergenossenschaft).

Für die 7,3 Kilometer des aktuellen Südkanals hat die Emschergenossenschaft exakt 6140 Kanalringe verlegt.

Die nördliche Trasse steht aktuell bei 7257,59 Metern (und bei 6060 Kanalringen).

Hintergrund: Bauabschnitt 40
Der sogenannte Bauabschnitt 40 des AKE beginnt an der Stadtgrenze Bottrop/Oberhausen und endet östlich des Holtener Feldes in Oberhausen-Biefang (im Bereich der A 3). Im September 2014 hatte die Emschergenossenschaft mit den Tunnelbauarbeiten in Bottrop-Süd begonnen. Die beiden rund 80 Meter langen Tunnelbaumaschinen bohren sich parallel durch den Boden.

Anders als in den anderen AKE-Bauabschnitten 20 (ausschließlich auf Bottroper Stadtgebiet, bereits seit 2013 fertiggestellt) und 30 (Bottrop-Ost bis Dortmund, seit Oktober 2015 fertiggestellt) wird der Abwasserkanal Emscher in Oberhausen nicht im reinen Rohrvortrieb verlegt, sondern im sogenannten Tübbingausbau. Generell unterscheidet sich der Vortrieb mit Tübbingausbau vom Rohrvortrieb dadurch, dass keine kompletten Rohrelemente durch den Boden geschoben werden, sondern das Rohr aus einzelnen (insgesamt sechs) Segmenten direkt in der Vortriebsmaschine hergestellt wird.