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Das Land an den Ufern der Lippe lässt sich nicht mit wenigen Worten beschreiben - zu groß sind die Unterschiede zwischen dem ländlichen Oberlauf und der vom Bergbau geprägten Region am Unterlauf. Wie wenig aussagekräftig hier Durchschnittswerte sind, zeigen schon die Angaben zur Bevölkerungsdichte. Im Lippe-Verbandsgebiet leben 1,36 Millionen Menschen, was eine mittlere Einwohnerdichte von 490 Einwohner/km² ergibt. Dieser Wert ist nicht allzu weit vom nordrheinwestfälischen Wert von 528 Einwohner/km² entfernt, liegt aber immer noch deutlich über dem Wert für Europa (139 Einwohner/km²) und selbst über dem Wert für die dicht besiedelten Niederlande (379 Einwohner/km²).

Präzise wird das Bild allerdings erst beim Blick auf die Einzelwerte. In der Gemeinde Lippetal am Oberlauf verdeutlicht die Zahl von 99 Einwohner/km² den betont ländlichen Charakter dieses Flussabschnitts, während die Bevölkerungsdichte in Dortmund mit 2.101 E/km² schon fast an den Extremwert der Emscherregion (2.700 Einwohner/km²) heranreicht. Bei der Flächennutzung zeigt sich ein ähnliches Bild. So nimmt die Land- und Forstwirtschaft am Oberlauf mit knapp über 70 Prozent den größten Flächenanteil ein und liegt etwas über dem NRW-Durchschnitt, die Gebäude- und Freiflächen liegen entsprechend etwas unter dem NRW-Durchschnitt. Am Unterlauf sind die Verhältnisse hingegen offensichtlich von den Siedlungsflächen geprägt, Land- und Forstwirtschaft nehmen deutlich geringere Flächen ein. Für den Norden des Ruhrgebiets hat das Wasser der Lippe eine große Bedeutung. So speist die Lippe mit ihrem Wasser das Netz der westdeutschen Schifffahrtskanäle, darüber hinaus entnehmen Kraftwerke Kühlwasser aus dem Fluss.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband