Hamm: Arbeiten am Hoppeibach liegen voll im Zeitplan

Hamm. Eine der letzten verbliebenen „Köttelbecken“ im Einzugsgebiet des Lippeverbandes ist der Hoppeibach in Hamm-Pelkum. Um ihn vom Schmutz zu befreien, bauen die Flussmanager gerade neue unterirdische Abwasserkanäle – damit der Dreck künftig unter die Erde verbannt und das Gewässer nicht nur vom Gestank, sondern auch von seinem Betonkorsett befreit werden kann. Besonders erfreulich: Die ersten Kanalabschnitte hat der Lippeverband ganz aktuell zwei Monate eher als geplant fertiggestellt.

Der halboffene Kanalbau am Hoppeibach (Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV).

Der halboffene Kanalbau am Hoppeibach (Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV).

Der Hoppeibach ist ein Nebenlauf des Herringer Bachs. Nördlich der Kamener Straße beginnt der neue Kanal des Lippeverbandes, der erste Teilbereich endet kurz vor der Straße Deutzholz. Hier hat der Lippeverband im November mit der Baumaßnahme begonnen. Mittlerweile liegen die ganzen 320 Meter des neuen Schmutzwassersammlers mit einem Innendurchmesser von 40 Zentimetern.

Das Ende dieser Arbeiten war zunächst für Juli 2018 geplant, hier ist das Wasserwirtschaftsunternehmen zwei Monate früher fertig – und kann sich nun im Bereich der Kamener Straße dem Bau eines neuen, viel größeren Stauraumkanals (Länge: 144 Meter, Innendurchmesser: 2,20 Meter) widmen. Dieser Stauraumkanal sorgt künftig für die Trennung von Regen- und Abwasser: Während das Regenwasser ins Gewässer eingeleitet, wird das Abwasser zur Kläranlage befördert. In diesen Bereich investiert der Lippeverband übrigens knapp 2,6 Millionen Euro.

Noch mehr gute Nachrichten
Zwei Monate früher fertig als geplant ist der Lippeverband auch im folgenden Bauabschnitt – ab der Ecke Hoppeibach/Deutzholz wurden ebenfalls seit November 2017 in Richtung der Fangstraße parallel zur Straße Deutzholz ein 750 Meter lange Abwasserkanal (Innendurchmesser: 80 Zentimeter) verlegt. Rund 2,7 Millionen Euro investiert der Lippeverband in diesem Bereich in die Abwasserfreiheit. In beiden Abschnitten kommt übrigens der sogenannte „halboffene Kanalbau“ zum Zuge!

Bestens im Zeitplan ist der Lippeverband auch im dritten Teilbereich entlang der Fangstraße sowie des Hoppeibachs. Von 240 Metern (Innendurchmesser: 80 Zentimeter, Investition: 4,3 Millionen Euro) wurden ganz aktuell zirka 200 Meter bereits eingebaut! Baubeginn war im Januar, geplanter Fertigstellungstermin: November 2018…

Blick in die Zukunft
In diesem Jahr sollen noch weitere Baumaßnahmen am Hoppeibach starten. In der Hoppeistraße wird der Lippeverband ein neues Pumpwerk bauen, hier wird die Auftragsvergabe voraussichtlich im Sommer erfolgen. Ebenfalls im Sommer soll der Kanalbau im Bereich des Bocksheideweges beauftragt werden. Insgesamt will der Lippeverband die Abwasserfreiheit im Hoppeibach bis Ende 2020 erreichen – danach schließt die Renaturierung des Gewässers an. Dem trist-grauen Betonkorsett und der kanalartigen Begradigung des Bachs kann es dann an den Kragen gehen!

Lippeverband
Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.

Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.