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Für das rheinisch-westfälische Industrierevier ist die Bezeichnung Ruhrgebiet vertraut. Tatsächlich sind es aber nicht nur die Ruhr, sondern auch Emscher und Lippe, die das Gesicht des Ballungsraums prägen. Im Schwerpunkt übernehmen dabei Ruhr und Lippe als „Arterien“ die Versorgung der Region mit Wasser, während die Emscher als „Vene“ die besondere Aufgabe hat, die Abwässer wieder zu entsorgen.
Für die rund 2,4 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der Emscher hat jedoch bereits ein grundlegender Veränderungsprozess begonnen. Eine der vielen Folgen des Strukturwandels im Ruhrgebiet ist die Möglichkeit, das Abwasser zukünftig unterirdisch abzuleiten. Schließlich gibt es – als Folge des Rückzugs des Bergbaus aus dieser Region - kaum noch Bergsenkungen, die früher jeden Versuch einer solchen Kanalführung verhindert hätten. In einigen Nebenläufen der Emscher fließt schon klares Wasser, in ein paar Jahren werden die offenen Schmutzwasserläufe generell der Vergangenheit angehören. Aus dem Hinterhof des Ruhrgebiets wird sein Vorgarten, an den Ufern der Gewässer entstehen wertvolle Biotope und Freizeitbereiche mit hoher Lebensqualität. Wohnen und Arbeiten am Wasser wird möglich; die Attraktivität des Ballungsraums zwischen Dortmund und Dinslaken wird dadurch deutlich erhöht.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband