Forum „Gemeinsam für das Neue Emschertal“

Die Einladung klang vielversprechend: eine Reise durch das Neue Emschertal. Ein Blick in den Rhein-Ruhratlas brachte keine Klärung. Und so nahmen ca. 40 Gäste des Tages diese Frage mit auf die Reise. Wo liegt eigentlich das Neue Emschertal?

Zum Auftakt des Tages präsentierten die Emscher-Kids der Hauptschule in Bottrop-Lehmkuhle anhand von selbstgebastelten Modellen das Emscher-System. Hierdurch hatten sowohl Emscherprofis, als auch Emscherneulinge einen guten Einstieg in die Thematik des Tages. Das Wissen über das Emscher-System hatten sich die Emscher-Kids in Bottrop, die von der Kooperation gefördert werden, durch Exkursionen und in Gesprächen mit den Menschen im Emschertal angeeignet. Wer den Schülerinnen und Schülern aufmerksam zugehört hatte und den ausgeteilten Fragebogen vollständig beantworten konnte, bekam sogar ein kleines Geschenk.

Der erste Stopp an diesem Tag wurde auf der ehemaligen Kläranlage in Herne gemacht. Thomas Voßmerbäumer von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT präsentierte die ersten Pläne zur Folgenutzung des Areals. Zuviel wird nicht verraten, aber so viel sei gesagt: Es wird bunt, unterhaltsam und artistisch! Im Nachbarstadtteil Recklinghausen-Süd war die Ausstellung „Welten am Fluss“ noch einmal im Kleinen für den Tag der Reise aufgebaut worden. Während Professor Jörg Winde über das Ausstellungskonzept referierte, veranschaulichten drei Fotografinnen anhand ihrer Bildserien die künstlerische Auseinandersetzung mit Stadtteil und Anwohnern.

Zum Abschluss in den BernePark

Nach der kleinen Wanderung durch den Stadtteil Recklinghausen-Süd ging es dann zum Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach. Hier wurde ein kurzer, informativer Aufenthalt über die Kunst und die Technik im Pumpwerk geboten. Nachdem im letzten Jahr eine Baustelle für den unterirdischen Vortrieb der Abwasserkanäle besucht wurde, zeigte man in diesem Jahr die Realität nach dem Umbau. Am Phoenix-See in Dortmund-Hörde konnten sich die Gäste selbst davon überzeugen, dass die Emscher nach dem Umbau wieder - nachdem sie aus dem Hörder-Kanal ans Tageslicht geholt wurde - als naturnaher Fluss wahrgenommen wird.

Den Abschluss der Reise bildete der Besuch im neu eröffneten BernePark. Neben der Gartengestaltung in einem der ehemaligen Klärbecken überzeugten vor allem die Hotelzimmer in Form des Abwasserkanals, wie er auch für den Emscher-Umbau Verwendung findet. Ein lockeres Come-together in der BernePark-Gastronomie wurde von den Gästen gerne in Anspruch genommen, um den Tag Revue passieren zu lassen. Dabei stand dann auch wieder die Frage im Raum: Wo liegt eigentlich das Neue Emschertal? Die Gäste konnten diese Frage beantworten, denn Sie haben das Neue Emschertal einen Tag lang live erlebt und Projektideen für weitere identitätsstiftende Impulse entlang der Emscher sammeln können, damit vielleicht eines Tages die gesamte Region als Neues Emschertal im Rhein-Ruhratlas zu finden sein wird.