Emschergebiet: Steigende Pegel an der Emscher, aber keine Hochwassergefahr

Emschergebiet. Das stürmisch-nasse Wetter hat auch Auswirkungen auf die Gewässer im Emschergebiet: Infolge der Niederschläge muss mit steigenden Pegeln an Emscher und Nebenläufen gerechnet werden. Eine akute Hochwassergefahr ist derzeit aber nicht erkennbar.

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben am Unterlauf der Emscher zu einem kurzzeitigen Anstieg des Pegels in Oberhausen (Königstraße) geführt. Im Laufe des Mittwochmorgens erreichte der Fluss eine Höhe von 4,90 Meter. Der mittlere Normalwert liegt bei 2,74 Meter.

Das Gewässer führt die Wassermassen jedoch zügig ab, in die Nähe der Hochwassermarke wird der Pegel nicht gelangen – dieser liegt erst bei 5,80 Meter.

Pegel sind online einsehbar
Die meisten Pegel im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft sind übrigens auch online einsehbar: dazu erst auf www.eglv.de gehen, dann oben auf den Link Service und anschließend auf „Pegelstand“ klicken. Über eine Gebietskarte können die Pegel an der Emscher angeklickt werden, über Teilgebietskarten (unten rechts auf der Internetseite) können weitere Pegel in den Gebieten Östliche Emscher, Mittlere Emscher und Westliche Emscher Lippe erreicht werden.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.