Castrop-Rauxel: Ausschreibung für weiteren Kanal am Resser Bach

Castrop-Rauxel. Der Emscher-Umbau gewinnt auf der Schlussgeraden an Fahrt. Die Emschergenossenschaft hat aktuell zwei große Baumaßnahmen für Abwasserkanäle und Regenwasserbehandlungen in Castrop-Rauxel (am Landwehrbach) sowie in Herten (am Resser Bach) ausgeschrieben.

Bei der Maßnahme am Resser Bach in Herten handelt es sich um den 2,8 Kilometer langen Abwasserkanalabschnitt von der Straße Herner Straße bis zur Münsterstraße in Gelsenkirchen. Dieser Bauabschnitt umfasst rund 1.300 Meter Kanalbau in offener Bauweise (Innendurchmesser bis zu 2,20 Meter) und rund 1500 Meter Kanalbau in geschlossener Bauweise (50 cm bis 2,50 Meter). Hier sind rund 27 Schächte vorgesehen.

Regenwasserbehandlung
Zur Regenwasserbehandlung sind zudem unter anderem ein Regenüberlaufbecken sowie ein Pumpwerk geplant. Auch hier wird die Emschergenossenschaft die Anwohner über die genauen Details der Baumaßnahme nach der Auftragsvergabe informieren, wenn der genaue Bauablauf bekannt ist. Geplanter Baustart ist ebenfalls im Frühjahr 2018.

Bei der aktuell ausgeschrieben Maßnahme in Castrop-Rauxel handelt es sich um insgesamt vier Kilometer an Kanälen am Landwehrbach sowie Börsinghauser Bach. Verlegt werden sollen Rohre mit Innendurchmessern zwischen 30 cm und 2,20 Meter. Für diese Maßnahme sind 38 Baugruben für Start- und Ziel-schächte des Rohrvortriebes und für den Anschluss von Bestandskanälen vorgesehen. Über die genauen Details der Baumaßnahme wird die Emschergenossenschaft die Anwohner nach der Auftragsvergabe informieren, wenn auch der genaue Bauablauf klar ist. Geplanter Baustart ist im Frühjahr 2018.

Weitere Ausschreibungen zur „Abwasserfreiheit der Emscher“ mit einem Gesamtvolumen von insgesamt mehr als 100 Millionen Euro folgen in den nächsten Wochen und Monaten in den Städten Herne und Gelsenkirchen.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.