Dortmund: Hochwasserrückhaltebecken: Ausbau in DO-Ellinghausen geht in 2018 weiter

Dortmund. Die Emschergenossenschaft setzt im Zuge des Emscher-Umbaus im kommenden Jahr den Ausbau des Hochwasserrückhaltebeckens Dortmund-Ellinghausen fort. Im Vorfeld der Arbeiten finden ab der kommenden Woche bereits zur Freimachung des künftigen Baufeldes Rodungsarbeiten im Bereich der Ellinghauser Straße statt.

Darüber hinaus werden in diesem Bereich die Emscherböschungen beidseitig auf einer Länge von jeweils zirka 900 Metern gerodet. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.

Bereits weitestgehend fertig gestellt hat die Emschergenossenschaft das erste der insgesamt drei Becken im südöstlichen Bereich, der rechtsseitig der Emscher liegt. In diesem 13 Hektar großen Abschnitt wurden seit 2013 zirka 350.000 Kubikmeter Boden ausgehoben. Zum Vergleich: Das HRB Nagelpötchen in Dortmund-Schüren fasst „nur“ zirka 102.000 Kubikmeter. Ab dem kommenden Jahr folgt dann die Herstellung des südwestlichen und des nördlichen Teils (liegen beide linksseitig der Emscher) und somit die endgültige Modellierung des Hochwasserrückhaltebeckens.

Baubeginn war 2013
Die Emschergenossenschaft hatte Ende Juni 2013 mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Ellinghausen begonnen. Es wirkt im Verbund mit der bereits bestehenden Anlage in Dortmund-Mengede. Die beiden Becken werden im fertiggestellten Zustand ein gemeinsames System bilden, das im Hochwasserfall ein Rückhaltevolumen von fast zwei Millionen Kubikmeter zur Verfügung stellt und somit wesentlich zur Hochwassersicherheit für die am Hauptlauf der Emscher liegenden Städte beiträgt.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.