Herten: Renaturierung der Hertener Gewässer wird nun vorbereitet

Herten. Die Emschergenossenschaft hat die Genehmigung für die Renaturierung des Resser Bachs und Backumer Bachs erhalten. Die eigentlichen Bauarbeiten zur naturnahen Umgestaltung beginnen zwar erst in der zweiten Jahreshälfte, mit den Vorbereitungen startet die Emschergenossenschaft aber bereits in der kommenden Woche: Im Wesentlichen finden dafür bis spätestens Ende Februar Rodungsarbeiten zwischen der Herner Straße und der Waldstraße statt. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.

Bei der ökologischen Verbesserung des Resser Bachs geht es um eine Gewässerumgestaltung auf insgesamt knapp 5,6 Kilometern Länge. Dafür werden rund 235.000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Darüber hinaus wird im Zuge der Renaturierung auch das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Stuckenbuscher Weg ertüchtigt und von 25.000 Kubikmeter Fassungsvermögen auf 30.800 Kubikmeter vergrößert.

Im Bereich der Zeche Ewald schafft die Emschergenossenschaft ferner einen neuen Gewässerabschnitt des Resser Bachs auf einer Länge von zirka 400 Metern und einem Einstauvolumen von 16.000 Kubikmetern. An der Ewaldstraße entsteht ein neuer Gewässerdurchlass für diese neue Bachtrasse. Auf rund 800 Metern Länge wird zudem ein Teil des Gewässers bis zu 2 Meter vertieft und auf eine Breite von 30 Meter aufgeweitet.

Zwei Bauabschnitte
Die Renaturierung des Resser Bachs ist in zwei Bauabschnitte eingeteilt. Der erste Teilbereich (vom Zusammenfluss Resser Bach und Backumer Bach bis oberhalb des HRB Stuckenbuscher Weg sowie vom Auslauf der Druckrohrleitungen des Pumpwerks Resser Bach bis zur Ewaldstraße) beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2019 und dauert bis Ende 2020. Den zweiten Abschnitt (von der Kaiserstraße bis zum Zusammenfluss Resser Bach und Backumer Bach, vom HRB Stuckenbuscher Weg bis zum Pumpwerk Resser Bach sowie von der Ewaldstraße bis zur Mündung in den Holzbach) beginnt die Emschergenossenschaft Anfang 2021, diese Arbeiten dauern bis Mitte 2022.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,38 Milliarden Euro investiert werden.